Innere Verfassung.
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Judentum überredet hatte (iAsssitb), zu bestrafen: für einen solchensollte die unerbittliche Strenge der Gesetze ihren Lauf habenZ. In-dessen kamen derartige Straffälle fast gar nicht vor, so daß das strengeVerfahren nur der Theorie zu Liebe ausgestellt scheint und wohl niepraktische Anwendung gefunden hat. Alle diese Gesetzesbestimmungenhaben wohl unter den ersten Hasmonäern, wenn nicht ihre Ausbildungund Kräftigung, so doch ihre Anregung erhalten.
Wie das Kollegial- und Gerichtswesen, so hatte wohl auch dasTempelritual infolge der Wiedergeburt des judäischen Gemeinwesens hinund wieder eine veränderte Gestalt erhalten. Haben auch die Hasmouäerweiter nichts beabsichtigt als den Kultus in seiner Reinheit so wieder-herzustelleu, wie er vor den entweihenden Eingriffen der Hellenistenund Syrer bestanden hatte, so haben doch die Zeitnmstände geboten,manches anders zu gestalten. Mehrere Jahre hindurch war der Tempelgeschändet, verwaist, ohne hohenpriesterliches Oberhaupt gewesen; derFaden der Überlieferung, den die täglich und jährlich wiederkehrendeÜbung naturgemäß fortznspinnen pflegt, war zerrissen. Wieviel magvon den mit dem Kultus zusammenhängenden Bräuchen in der Zwischen-zeit bis zur Wiederherstellung vergessen worden sein! Man darf alsodie Tempeleiurichtung in derjenigen Gestaltung, die sie in den letztenzwei Jahrhunderten angenommen hatte, ans die Zeit der ersten dreiHasmouäer znrückführen, wobei der Buchstabe der heiligen Schrift unddie traditionelle» Erinnerungen soviel wie möglich als Leitfaden dienten.An der Spitze des ganzen Kultus stand der Hohepriester, der als derlebendige Träger desselben galt. Hatten schon die Hohenpriester nachder Rückkehr ans dem babylonischen Exils eine hohe Bedeutung, sosteigerte sich dieselbe noch mehr für die ans dem hasmonäischen Hause.Von den Institutionen der alten Zeit war das Priestertum allein übriggeblieben, alles übrige war verwittert. Die Stammesverfassniig warvöllig erloschen, und selbst der Unterschied von Jndäern und Benja-miniten, welcher noch zur Zeit der Rückkehr aus dem babylonischenExil fortbestand, geschwunden-). Es gab allerdings noch Familien,die sich der Abstammung von Inda oder Benjamin rühmten, so dieSöhne Paroschs, die Söhne Zathus, die Söhne Adins, die SöhnePachat-Moabs (Joab) von Juda, die Söhne Sennas von Ben-jamin. Selbst Nachkommen vom König David durch Serubabel be-
8anbsclrin 67 a,.
-) Im Buche Esther hat das Mort s-nin- schon die allgemeine BedeutungJuda er ohne Rücksicht auf den Stamm. Mardochcn wird '-in- e-n genannt,obwohl er auf den Stamm Benjamin zuruckgefübrt wird.