Das Mausoleum in Modiu.
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gestellt, Volkslieder hebräisch gesungen*), was eben beweist, daß dieheilige Sprache dem Volke wieder geläufig war. Wenn auch dasHebräische gangbare Benennungen ans dem Aramäischen beibehaltenund auch griechische Bezeichnungen ausgenommen hat, so zeigte es docheine so frische Triebkraft, daß es seinen eigenen Wortschatz durch Neu-bildungen bereichern und.sogar den fremden Elementen seinen eigenenStempel aufdrücken konnte. Man nennt die Gestaltung der hebräischenSprache von dieser Zeit an das Nenhebräische, das sich vor demAlthebräischen durch Deutlichkeit und Ungezwungenheit auszeichnet,wenn es diesem auch an Tiefe und poetischem Schwünge nachsteht. DieFührer an der Spitze des Gemeinwesens und die Staatsmänner ver-standen indessen das Griechische. Die ersteren hatten es zum Verkehrmit den syrischen Königen nötig, und die Gesandten, welche an dieseoder an den römischen Senat abgeordnet wurden, mußten sich dergriechischen Sprache bedienen. Neben judäischen Eigennamen kamenmehr als früher griechische vor.
Die Richtung, welche der jndäische Volksgeist in der Zeit derWiederverjüngnng genommen hat, charakterisiert auch die Gestaltungder Literatur. Der süße Laut der Poesie ist verklungen, nicht eineSpur dichterischer Schöpfung ist aus dieser und der nachfolgendenZeit vorhanden; nicht einmal die Einkleidung einer Lebenserfahrungin ein zugespitztes Gleichnis (Nasolml) hat die Dichtung erzeugt. DieSprüche Sirachs haben keinen Nachwuchs erhalten. Die Nation warnüchtern und selbstbewußt geworden und bedurfte nicht mehr der ent-flammenden Begeisterung, welche das lyrische Lied des Psalms einflößt,wie sie auch keinen Stoff mehr hatte für die elegischen Töne derTrauer. Was sie zu innerer religiöser Erregung brauchte, das lieferteihr die bereits ausgeprägte Tempelpoesie der Psalmen, und zum Belehrt-werden hatte sie an den vorhandenen Schriftdenkmälern eine reiche Fülle.Statt der Siegeshymnen schuf sie die nüchterne Geschichtserzählung,welche die Taten und Ereignisse für die Nachwelt aufzeichnete. DiePsalmenliteratur wurde seit den ersten Kriegen gegen den Religious-zivaug nicht mehr bereichert. Geschichte war der einzige Literatur-zweig, welcher seit dieser Zeit angebaut wurde; sie hatte auch aus derjüngsten Vergangenheit und der unmittelbaren Gegenwart reichen Stoffdazu. Die Geschichtsschreiber, deren Namen nicht bekannt geworden
Die Urkunde, welche das Volk für Simon ausstellte (o. S. S8), ist imhebräischen Stile abgefaßt. Das erste Makkabäerbuch war im Original hebräisch;auch das Sendschreiben der Jerusalemer an die ägyptischen Judäer war ur-sprünglich in dieser Sprache abgefaßt (Note IO). Über Volkslieder in hebr.Sprache Mselma. Vaauit IV, 8.
Eraetz. Geschichte der Juden. III. t>