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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

aus Kupfer bestätigen. Er ging aber von der bescheidenen Weiseseines Vaters ab. Er ließ nämlich seinen Namen darauf prägen:Jochanan, Hoherpriester." Ein Teil dieser Münzen hatwenigstens noch neben seinem Namen die Inschrift:und dasGemeinwesen der Jndäer (Obsbsr Im-cksbuäim), als hielte er esfür nötig anzudeuten, daß er das Münzrecht im Namen des Volkesübe. Andere Münzen Hyrkans haben aber eine veränderte Inschrift:Jochanan der Hohepriester nnd Oberhaupt des Gemein-wesens der Judäer" (Rosob Lbsbsr Im-cksbuäim), als hätte er» damit die republikanische Regierungsform in Vergessenheit bringen undsich als alleinigen Inhaber der Regierungsgewalt hinstellen wollen.Als Sinnbild auf den Münzen ließ er nicht gleich seinem Vater eineLilie anbriugen, sondern mit Annäherung an das Vorbild der maze-donischen Herrscher ein Füllhorn.

Gegen Ende seiner Regierung schlug Hyrkau immer mehr eineweltliche Richtung ein. Vergrößerung des Landes und Erhöhung seinerMacht war sein Streben. Hyrkan scheint auch auf das ausgedehnteGebiet, das die Straße nach Damaskus beherrschte, ein lüsternes Augegeworfen zn haben; die Eroberung von Jturäa, dem Strich östlichvom Hermongebirge, die sein Nachfolger vollendete, scheint von ihmangebahnt worden zu sein. Aber er wurde durch eine gewaltige Be-wegung im Innern, der er nicht Herr werden konnte, und durch seinenbald darauf erfolgten Tod an der Ausführung gehindert. Und dieseBewegung, so unscheinbar in ihren Anfängen, nahm eine so unglücklicheWendung, daß der mühsam aufgeführte Bau der Hasmonäer erschüttertwurde. Zum zweiten Male erfuhr es der judäische Staat, daß er,auf dem Gipfelpunkt seiner Macht angelangt, sich nicht in äußerlicherGröße behaupten sollte.

8eba.ua p. 34 b. Das Wort non ist unstreitig eine Übersetzung des griechischenxnri'ör. Josephus gebraucht öfter diesen Ausdruck; i'nw rnö xorrvö r»7v 'Ikptt-<7o-.r,^,r,,1r (Vita t2 u. a. St.). Die Bezeichnung auf den Münzen: p-nn pnoL>-nnv> -nni ^-an, kann also nichts anderes bedeuten, als «o^örMir scheinen die Münzen mit dieser Inschrift den ersten Regierungsjahren,dagegen die anderen mit der Legende n'-nn'.n n-n b:nn p-n,das Lmuptdes Gemeinwesens der Judäer" einer späteren Epoche anzugehören. Allerdingshaben die Münzen Aristobnls I., Alexanders, Hyrkanos II. und Antigonosnur die Inschrift L"nn'n nanr nn-n- usw. ohne L'.^. Allein von den Münzendieser Könige sind nur wenige Exemplare vorhanden. Geiger hat den TerminusN'p -nn mißverstanden (Nrschr. 122 fg.). I?o8elta Uszllla o. III und Lbnllin94a -rp -nn --n muß gelesen werden i'p nana, wie 8emaobot v. t4.