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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Hyrkans Münzprägung.

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machen. Indessen gingen die Truppen, die sie nacheinander zu seinerVerfolgung ansgesandt hatte, zu ihm über; nur die jndäische Scharaus dem Bezirk von Onion, befehligt von den judäischen Truppen-führern Helkia und Anania, Omas' Söhnen (o. S. 75), blieben derKönigin treu und bedrängten ihn, um ihn auch ans der Insel Cypernzu verjagen ^). In Alexandrien wie in Judäa spielten die Judäerdamals eine Hauptrolle und arbeiteten einander in die Hände. Beideführten den Kampf gegen gemeinsame Feinde, gegen Lathuros undseinen Verbündeten Antiochos Kyzikenos.

Selbstverständlich ließ Hyrkan auch jndäische Münzen und zwarmit althebräischen Schriftzeichen prägen^), wie eine Anzahl Exemplare

*) Strabo bei Josephus das. lO, 4. Auch bei Porphyrius kommt ein Passusvor, welcher von der Einmischung der Judäer in die Kronstreitigkeiten zwischenKleopatrn und ihrem Sohn Lathuros oder beiden Söhnen zu sprechen scheint.(Fragment bei Eusebius Obronioon,. Schöne, I, p. 166, 2021. bei C. MüllertraKM. bist. Kruses. III, p. 722): 7r^oaLx()svak «srokx ö-« rirn? V'-v-ö-x'i'xäs k 71-xoDer Passus hat aber gar keinen Zusammenhang mitdem Voraufgehenden. Es ist da die Rede von der Zahl der Regierungsjahreder beiden Söhne Kleopatras, Lathuros und Alexandros, und dazu paßt derSatz durchaus nicht. Es läßt sich weder das Subjekt noch das Objekt «ürniserkennen. Der Sinn:er (oder sie) war ihnen feindlich oder nachteilig durchdie judäische Hilfeleistung", Majus' lat. Übersetzung aus dem Armenischen:eni rsi Inäasorum gnogns stnäio (subsiäio) abtnsrnut scheint jedenfallsdie Hilfeleistung der Judäer für Kleopatra gegen die Alexandriner oder gegenLathuros und seinen Anhang anzudeuten. Der Passus ist jedenfalls dasTrümmerstück einer längeren Erzählung bei Porphyrius von Kleopatras Ver-fahren gegen ihre Söhne.

2) Über Münzen von Hyrkanos vergl. de Saulcy, Madden, Merzbacher undNote 30. Die bisher gefundenen sind bloß Kupfermünzen. Unter mehreren un-bedeutenden Varianten der Hyrkanischen Prägung sind nur zwei hervorzuheben.Eine Gruppe hat die Inschrift a'am'.n 120 , p-w.n zmwn und eine anderedie Variante L'-ü.i'.n (auch irn.n) irr, e'sa J-nn zmin-. Die tiefereBedeutung dieser Variante ist nicht erkannt worden, weil das Wort durch-weg verkannt wurde. Was ist nicht alles daraus gemacht worden! Ewald, dermit de Saulcy gelesen, machte daraus einen General, Al. A. Levy nachder L.-A. einen Senat, Geiger eine priesterliche Genossenschaft. Anderekamen wohl dem Richtigen nahe, natio, popnlns, Zeus oder Cavedoni alsTinAr-k!,^» '/osöallur, aber sie konnten keine Analogie aus dem hebräischenSprachgebrauchs dafür beibringen. Aber in der Mischna und der damit ver-wandten Literatur wird öfter der Ausdruck gebraucht was nichts anderes

bedeuten kan», alsstädtisches Gemeinwesen". Wer noch daran zweifelnwollte, der kann sich Belehrung aus Jerus. Usraebot IV, p. 8 s. holen. Dortheißt es anknüpfend an in Form einer Frage: piw '22 i-p irn pm? Hat

etwa Sepphoris kein städtisches Gemeinwesen, bildet die Stadt nicht einegeschlossene Einheit, eine Gemeinde? Dieselbe Bedeutung hat das Wort auchLabli LIsKiUn p. 27 a, b. wp irrm mm, wenn ein Fremder Almosen gelobthat, so soll es der Stadtgemeinde übergeben werden. Ebenso Üosvb ba-