Geschichte der Juden.
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sie sich wieder gestärkt und sich zum Nachteil der Judäer des Südenswieder bemächtigt. Hyrkan fühlte sich aber stark genug, sie unschädlichzu machen, belagerte ihre zwei Festungen Adora und Marissa in derLandschaft Gabalene und stellte ihnen nach Schleifung derselben dieWahl zwischen Annahme des Judentums oder Auswanderung. Siezogen das erstere vor, unterwarfen sich der Beschneidung und bliebenvon der Zeit an äußerlich dem Judentums anhänglich ^). Die idumäischenGötzentempel wurden selbstverständlich zerstört; doch blieben die Götzen-Pricster heimlich ihrem Kultus anhänglich So war denn Jakob undEsau, seit mehr als einem Jahrtausend in Haß gegeneinander ent-brannt, von jetzt an vereinigt; der ältere Bruder diente dem Jüngern.Zum ersten Male zeigte hier das Judentum in seinem Fürsten JohannHyrkanos Unduldsamkeit gegen andere Kulte und legte Religionszwangans; aber es erfuhr bald genug mit empfindlichem Schmerze, wie höchstnachteilig es sei, den Eifer für die Erhaltung bis zur Bekehrunganderer zu treiben. Wenn Simon durch das Bündnis mit den Römernden ersten Keim zur Auflösung des jndäischen Staates gelegt hat, sogab ihm sein Sohn durch die gewaltsame Bekehrung der Jdnmäcrreichliche Nahrung, und er hat in kaum einem halben Jahrhundert diebittersten Früchte getragen, nicht bloß für die jndäische Nation, sondernauch für das hasmonäische Fürstenhaus. Die Verschmelzung der SöhneEdoms mit den Söhnen Jakobs brachte diesen nur Unglück. Jdumäcrund Römer waren es, welche die hasmonäische Dynastie entthrontenund dem jndäischen Staate den Untergang brachten. Indessen wie hättenFürst und Volk, nnbelehrt durch die warnende Stimme von Prophetenwie in früherer Zeit, gerade in den zwei glücklichen Erfolgen, demschützenden Bündnisse mit den Römern und dem Siege über die uraltenFeinde, die Samaritaner und Jdnmäer, eine Gefahr für die Zukunfterblicken sollen? Das Glück in der Gegenwart befriedigte sie. Indieser glücklichen Stimmung suchten die Vertreter des Volkes und derhohe Rat zum zweiten Male das Band der Brüderschaft mit denJudäern in Ägypten und besonders in Alexandrien enger zu knüpfen.Sie sandten im Namen Jerusalems und Judäas ciu gewinnendesSendschreiben an sic (124), um sie zu bewegen, die Festtage znm
U Josephus Altert. XIII, 9, I.
2> Das. XV, 7, 9. Die mit einer Fabel gemischte Geschichte von demJdumäer Zabid, welche Apion erzählt, bei llosspbrw eontra ^pioirsm II, 9,gehört wohl in diese Zeit. Das von dem elfteren angeführte und von Josephusverkannte Dora ist Adora, eine idumäischs Stadt in dieser Zeit. Ebenso istverschrieben Altert. XIV, ö, ,1. ^ statt '744-,-?«, wie in der
Parallelst, jüd. Kr. I, 8, 4. ülapwo« xat