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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Johann Hhrkan.

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und goldene Gefäße mit Wohlgerüchen ^). Als darauf Unterhandlungenfür den Frieden angeknüpft wurden, rieten Antiochos' Ratgeber zuräußersten Strenge und erinnerten ihn an die richtige Politik einesfeiner Vorgänger, des Antiochos Epiphanes, der kein anderes Mittelkannte, denMenschenhaß" der Judäer zu vertilgen, als sie zu zwingen,ihre eigentümlichen Gesetze aufzugeben. Wenn Antiochos von Side aufden Rat dieser vorurteilsvollen Ratgeber gehört hätte, welche in derbefangenen Weise jener Zeit in den judäischen Absonderungsgesetzennichts als Menschenhaß erblickten, so hätten sich die blutigen Kämpfeum die Erhaltung von Gesetz und Sitte zum zweiten Male wiederholt.Denn die beschränkte Weisheit dieser Ratgeber kannte keinen anderenAusweg, als entweder die Judäer mit Stumpf und Stil zu vertilgenoder ihnen das Aufgeben ihrer Gesetze aufznzwingen. Zum Glücke fürsie war dieser Antiochos weder so gemütsroh noch so mächtig, um sichin ein so gewagtes Spiel einzulassen. Er stellte vielmehr'verhältnis-mäßig annehmbare Friedensbedingnngen. Die Judäer sollten ihre Waffenausliefern, für Joppe, Gazara und andere ehemals syrische FestungenTribut zahlen und in Jerusalem eine syrische Besatzung aufnehmen.Hyrkanos ließ sich die ersten beiden Bedingungen in der Not gefallen,aber die letzte wies er entschieden zurück, weil die nahe Berührungmit Syrern in der heiligen Stadt unvermeidlich zu unaufhörlichenReibungen und Gehässigkeiten hätte führen müssen. Er bot daherGeiseln und fünfhundert Talente dafür an, worauf der syrische Königum so eher eingeben mochte, als ihm die angebotene Geldsumme Mittelgewährte, einen Kriegszug nach Parthien zu unternehmen. Er nahmalso die Geiseln, worunter auch ein Bruder des Hyrkanos war, undeine vorläufige Abschlagssumme von dreihundert Talenten an, welcheHyrkanos angeblich aus dem Schatze des Grabmals Davids gehobenhaben soll. Antiochos begnügte sich, den oberen Teil der StadtmauerJerusalems mit den Zinnen zu zerstören (Herbst 134)2). So war die

1) Iosephus Altert. XIII, 8, t.

2) Iosephus XIII, 8, 3 und Fragment des Diodor Xxe. o. 34. I. Überdie chronologischen Data dieses Krieges vergl. Note 8. Wenngleich Diodor(das.) referiert: Antiochos habe die ganze Mauer Jerusalems zerstören lassen:

so ist Iosephus' Angabe doch vorzuziehen, daß es lediglichdis Mauerkrone betroffen hat: iZv Iosephus hatte Diodors Bericht

vor Augen (oergl. das. 8, 23); er muß also einen Grund gehabt haben, indiesen: Punkte von ihm abzuweichen, wahrscheinlich gestützt auf eine andereQuelle, vielleicht auf Posidonius von Apamea. Wäre die ganze Mauer ab-getragen worden, so hätte berichtet sein müssen, daß Hyrkan sie wieder auf-gerichtet habe. Davon wird aber nichts erwähnt. (Vgl. jedoch l. Makkab. l6, 23,worauf Schürer, 1^, 26«). Anm. 6, mit Recht hinweist.)