Johann Hyrkan.
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Parteien mehr zuneigte, so hat doch die andere, zurückgesetzte seineVerdienste nicht geschmälert und nicht verfehlt, zu berichten, dieserHerrscher habe das Ideal erreicht, die drei höchsten Würden des Juden-tums, die Fürsten-, Hohepriester- und Prophetenwürde in sich zu ver-einigen. Wenn die Regierung des Hyrkauos an Glanz der salomonischenZeit entspricht, so ist sie ihr auch iu dem Punkte ähnlich, daß derBeginn und das Ende derselben unruhig, widerwärtig und getrübtwaren. Die Glanzzeit beider fällt in die Mitte.
Wie Salomo im Beginn seiner Regierung einen Kronprätendentenau seinem Bruder Adonija hatte, den er unschädlich machen mußte,ebenso und iu einem noch viel höheren Grade hatte Hyrkanos einenKampf gegen Gegner zu bestehen. Einer dieser Gegner war seinSchwager Ptolemäus ben Chabub, der Mörder seines Vaters, welcherauch seinem Leben nachgestellt hatte. Ptolemäus war aber nur des-wegen zu fürchten, weil er die syrische Macht hinter sich hatte, die ihnunterstützte, um das abgefallene Judäa wieder zu gewinnen. Hattesich auch die Bevölkerung von Jerusalem bei der Kunde von Simonsdurch Meuchelmord erfolgtem Tode für Hyrkanos ausgesprochen, ihnals Nachfolger anerkannt und Ptolemäus gezwungen, sich in seineBurg einzuschließen, so erforderte es doch die eigene Sicherheit wiedie Pflicht, den Tod seines Vaters zu rächen, diesen gewissenlosenFeind nicht ungestraft zu lassen. Er beeilte sich daher, ihn sofort auf-zusuchen, ehe noch Antiochos zu dessen Entsatz seine Truppen heranzog.Über die Belagerung der Festung und den Ausgang derselben herrschteinige Dunkelheit. Nach einer jedenfalls ausgeschmückten Nachrichthabe Hyrkanos nicht mit aller Energie die Belagerung betreiben können,weil der Feind die als Geisel znrückgehaltene Mutter (nach anderenauch die Brüder) des Hyrkanos auf der Mauer grausam habe folternlassen) die Mutter aber habe, als echte Hasmonäerin, ihren Sohnermuntert, auf ihre Schmerzen nicht zu achten, vielmehr nicht nach-zulasseu, den Mörder ihres Hanfes nach Gebühr zn züchtigen. Dem-zufolge sei Hyrkanos' Herz von zwei Gefühlen zerrissen worden, vondem Pflichtgefühl der Rache nnd deni Erbarmen für seine Mutter^).Tatsache ist es indessen, daß Hyrkanos unverrichteter Sache abgezogenist, entweder, wie erzählt wird, weil wegen des Sabbatjahres 2) derKrieg verboten war, oder, was viel wahrscheinlicher ist, weil der syrischeKönig sich mit einem Heere näherte, um die Verlegenheit der Judäerzu benutzen. Ptolemäus soll nach Abzug des Belagerungsheeres/
Josephus Altert. XIII, 8, !.
°) Das. Xlll, 8, l. Dergl. Note 8.
Graetz, Geschichte der Juden. III.
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