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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
Entstehung
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Viertes Kapitel.

Johann Hyrkanos.

"Gipfelpunkt des Zeitraumes. Kampf gegen den syrischen König AntiochosSidetes. Belagerung Jerusalems. Friedensschluss unter ungünstigen Be-dingungen; parthischer Kriegszug: Hyrkanos im Heere des Antiochos;Hyrkanos erringt Vorteile. Glückliche Kriegszüge gegen die Samaritanerund Jdumäer. Gebietserweiterung des judaischen Landes. Die Jdumäerzur Annahme des Judentums gezwungen. Ter samaritanische Tempel aufGarizim und die Hauptstadt Samaria iverden zerstört.

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Hyrkanos bezeichnet den Scheitel- und Wendepunkt dieses Zeit-raumes. Er führte nicht nur das Werk seines Vaters fort, sondernkrönte es auch mit dem Stempel der Vollendung. Judäa war unterseinen Vorgängern ans einen engen Flächenraum beschränkt, und selbstinnerhalb des judäischen Gebietes waren Enklaven von fremder, feind-licher Bevölkerung eingenommen. Hyrkanos erweiterte die Grenzennach Süden und Norden und befreite dadurch den Staatskörper vonden Fesseln, die seine Glieder eingeschnürt hatten. Diese glücklichenErfolge erlangte er eben so sehr durch die Gunst der Umstände wiedurch seine kriegerischen Tugenden. Denn Syrien, das noch immerden Besitz Judäas beanspruchte und es als einen ihm entrissenenLandesteil betrachtete, war durch Kronstreitigkeiten zerrissen und ge-schwächt, und von ägyptischer Seite, wo judäische Feldherren das Heeranführten, erhielt Hyrkanos eher Vorschub als Beeinträchtigung. Diegünstige Stellung nach außen ermöglichte die Befestigung der innerenreligiösen Zustände. Der hohe Rat, der in der Krisiszeit entwederganz aufgelöst war oder nur schwache Bedeutung hatte, erhielt einhöheres Ansehen und gab der religiösen Richtung eine feste Grundlage.Die Keime verschiedener Religionsansichten bildeten sich zu Parteiungenaus, in jedem Gemeinwesen ein Symptom von Lebensfähigkeit, indemes durch Parteireibnngen vor Stillstand und Verfall geschützt wird.Die Heftigkeit, mit der diese Parteien später gegeneinander anrannten,wußte Hyrkanos durch Klugheit und Autorität in Schranken zu halten.Er genoß daher die Liebe, die sich das Hasmonäergeschlecht im Herzen-des Volkes erworben, und obwohl er in seinen« Alter sich einer der