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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

Schriftzeichen den umwohnenden Völkern bekannt, die neuen aber fürsie unleserlich waren. Die Jahresangaben ans den vorhandenenSimonischen Münzen gehen nur bis in das vierte Ü Jahr seiner Regierung,weil er Wohl nicht sofort nach Übernahme der Führerschaft, sondernerst mehrere Jahre später (um 139) die ersten Münzen prägen ließ.

So entgegenkommend sich Antiochos Sidetes gegen Simon er-wiesen hatte, als er noch wenig Hoffnung hatte, den KronräuberTryphon zu besiegen, so kalt benahm er sich gegen ihn, als er mitHilfe jndäischer Unterstützung sich dem Ziele nahe glaubte. DieserAntiochos war übrigens keineswegs so ungerecht wie seine Vorgänger, dieSöhne und Enkel Antiochos des Großen; im Gegenteil wird er vonjndäischer wie von heidnischer Seite als großmütig und sanft geschildert,und es widerstrebte ihm, grausame Maßregeln anzuwenden. Aber dieNotwendigkeit gebot ihm, undankbar zu sein und die SelbständigkeitJudäas nicht auf Kosten seines Reiches fortdauern zu lassen. Syrien,das früher bis an den Indus und über Kleinasien hinaus bis an dieGrenze Europas reichte, war durch die Unklugheit seiner Herrscher insehr enge Grenzen eingeschränkt; der Staatsschatz war in der letztenZeit ganz erschöpft, und nun hatte sich auch Judäa der syrischenLehnsherrschaft entzogen. Wozu sollte ihm der Sieg über Tryphonnützen, wenn er keine Mittel besaß, den leeren Schatz wieder zu füllen?Es war daher mehr die Scheu vor gehäufter Undankbarkeit alsWankelmut, als Antiochos die zweitausend Mann Hilfstruppen unddie Geldunterstützung zurückwies, die ihm Simon bei der Belagerungder Stadt Dora (139) zugeschickt hatte, um mit mehr Nachdruck gegenden belagerten Tryphon anftreten zu können. Der syrische Königschickte dann seinen Feldherrn Kendebaios an Simon, um ihm Vor-würfe machen zu lassen, daß er die zugestandene Freiheit überschritten,daß er sich auch die nicht förmlich abgetretenen syrischen BesitzungenJoppe, Gazara und die Akra in Jerusalem angeeignet hätte, ohne dafürEntschädigung zu bieten. Er stellte daher den Anspruch, daß Simondie Plätze wieder räume oder für sie und die Einkünfte davon tausendTalente Silbers zahle. Simon konnte nichts anderes erwidern, alsdaß er nur den von den Vätern ererbten Besitz wieder eingenommenhabe. Für Joppe und Gazara wolle er allenfalls hundert Talenteleisten. Da die Streitsache auf freundlichem Wege nicht beigelegt werdenkonnte, so sollte das Schwert entscheiden. Während Antiochos denaus der Festung Dora entschlüpften Tryphon verfolgte, schickte er Fuß-

st stAuch aus dem fünften Jahre besitzen wir jetzt ein Exemplar einesganzen Schekels (Schürer, I 243. 762).)