Geschichte der Juden.
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Dienste Zeit ihres Lebens als Vertreter der Nation geehrt wurden.Daß das Hohepriestertum in der Familie Jozadak erblich war, kannnicht in Betracht kommen, weil es bloß ein zufälliger Nebenumstandwar, welcher dem Hohenpriester keine größere Machtvollkommenheiteinräumte. Auch Juda und Jonathan können noch als solche in derNot des Augenblicks ausgetretene Richter angesehen werden, deren nurfür die Lebenszeit dauernde Häuptlingswürde der republikanischen Ver-fassung keinen Eintrag tat. Erst mit Simon beginnt der Übergangder jndäischen Republik in eine erbliche, geistliche Monarchie, und diegeschichtliche Entwickelung dieser Zeit entspricht genau der Davids indem vorexilischen Zeiträume. Die Vorgänger Simons, wie die Davids,waren, wenn auch mit Macht bekleidet, noch nicht erbliche Fürsten,sondern bildeten einen Mittelzustand zwischen dem zeitlichen Richtertnmund dem erblichen Königtum.
Der Akt der Machtübertragung ist in einer Urkunde aufbewahrtworden und veranschaulicht aufs lebendigste die ganze Dankbarkeit,welche die neuverjüngte Nation für die Hasmonäer empfand. Am18. Elul (September) des Jahres 140, im dritten der RegierungSimons als HohenpriesterÜ in Israel, waren sämtliche Priesterklassen,die Ältesten und Vorsteher der Nation und das ganze Volk Jerusalems,vermutlich auf dem Tempelberge, versammelt und beschlossen in An-erkennung der großen Verdienste, welche Simon sowie das hasmonäischeHans um das Volk und das Heiligtum hatte, ihn und seine Nachkommenbis zur Zeit, daß ein wahrer Prophet anfstehen wird, als Hohepriesterund Volksführer (Nassi, anzuerkennen. Simon soll als Ab-
zeichen seiner Würde einen Purpnrmantel und eine goldene Spangetragen; in seinem Namen sollen alle öffentlichen Dokumente ausgestelltwerden; er soll das Recht über Krieg und Frieden haben, Beamteüber das Land, die Waffen und Festungen setzen dürfen, Tempel undHeiligtümer unter alleiniger Aufsicht haben; iver sich ihm widersetzt,soll der Strafe verfallen 2). Dieser Volksbeschluß wurde in eherneTafeln gegraben, die im Tempelvorhofe auf einem hohen, sichtbarenOrte an Säulen angebracht waren, und in einer Urkunde im Tempel-archiv aufbewahrt 2). So viel hatten die Judäer schon von den sieumgebenden Griechen trotz ihrer Abneigung gegen griechisches Wesengelernt, ihre Regungen und Taten in Erz und Stein zu verewigen;aber ihre Gunstbezeugungen waren nicht flüchtig und launenhaft, umden heute mit Kot zu besudeln, dem man gestern Bildsäulen errichtethatte, sondern sie trugen ihre Lieblinge mit aufopfernder Treue im Herzen.
ff I. Makkab. 14, 27—34. ff l. Makkab. 14, 35—49. ff Note 6.