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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
Entstehung
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Umwandlung der Akra.

so

Volke so eng verbunden, daß sie fortan die Seele desselben gewordenist, ohne welche jenes nicht bestehen zu können glaubte. Die ganzeNation, die mit ihrem Blute die Erhaltung des väterlichen Erbesbesiegelt hatte, war dadurch die lebendige Trägerin des Judentumsgeworden. Die Geschichte nimmt daher von diesem Zeitpunkte an denreligiösen Charakter in so durchgreifender Weise an, daß selbst daspolitische Leben davon durchdrungen ist. Die Gesamtheit fühlte sichdurch den Gegensatz der abtrünnigen Griechlinge erst recht und wahrhaftals Volk Gottes. Darum hatten die hasmonäischen Familiengliederdie ganze Liebe des Volkes gewonnen, nicht weil sie ruhmreiche Heldenund geschickte Staatsmänner, sondern weil sie Hüter der Religion waren.Sobald sie diesen Charakter verlengneten, wendete sich das Volk vonihnen ab und empfand nur Haß für sie.

Die festen Plätze, welche Simon den Hellenisten abgerungen hatte,Bethznr und Gazara, schuf er zur Verteidigung des Landes um.Außerordentlich wichtig war auch die Einnahme der Hafenstadt Joppe(Jaffa); auch sie befestigte Simon, um die südwärts vorhandeneMischbevölkernng von Eingeborenen und Griechen in Zaum haltenund die Verbindung mit dem Meere und dem Westen unterhalten zukönnen Z. Mit der Erlangung des Hafens von Joppe erwuchs demjudäischen Staate eine ergiebige Einnahmequelle; denn der Ein- undAusfuhrzoll für Erzeugnisse und Waren, welchen die syrischen Königeeingeführt hatten, fiel von jetzt an Judäa zu. Mit der wieder-gewonnenen Akra schlug der letzte der Hasmonäersöhne ein eigenesVerfahren ein. Sie durfte nicht bestehen bleiben, weil der ganzeUnwille des Volkes gegen die Zwingburg gerichtet war, von wo ausdie Griechlinge und die mazedonische Besatzung Jahre lang feindseligeAngriffe auf die Bevölkerung der Hauptstadt gemacht und den Tempelentweiht hatten. Auch eine gewisse religiöse Stimmung empfandWiderwillen gegen sie. Die Burg mit ihren hohen Türmen, welchedie Syrer zur Überwachung der Stadt errichtet hatten, überragte denTempelberg, und das sollte nicht sein. Die Jesajanische Verkündigung,daßin den letzten Tagen der Tempelberg auf der Spitze der Bergeanfgerichtet und höher als die Höhen sein werde," wurde im buch-stäbliche» Sinne ansgelegt, daß kein Berg und kein Gebäude höherals der Tempel sein dürfe. Diesen Gefühlen mußte Simon Rechnungtragen, selbst wenn er nicht selbst davon beherrscht war. Andererseitswar die Akra ein bequem gelegener Platz zur Unterbringung vonKriegern und Waffen, wozu dieser Platz von Anfang an eingerichtet

U I. Makkab. 14, 5.