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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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54 Geschichte der Juden.

berührt zu lassen, um den Zusammenhang mit den ägyptischen Gemeindenzu erhalten.

Die zweite wichtige Tat Simons war, daß er den Rest derHellenisten, welche sich noch in der Akra zu Jerusalem und in denFestungen Gazara und Bethzur aufhielten, ans ihrem Verstecke triebund ihren Einfluß vernichtete. Zuerst ergab sich Gazara auf Gnadeund Ungnade. Simon gewährte den Hellenisten freien Abzug und ließihre Wohnungen von den götzendienerischen Bildern säubern. Die

Griechliuge in der Akra hatten sich aber so sehr befestigt, daß sieförmlich belagert nnd ausgehungert werden mußten. Als sie sich

ergaben, zogen die Sieger mit klingendem Spiel unter feierlichenLobgesängen in die Burg ein*). Der Tag der Einnahme der Akra(am 23. Jjar, Mai 141) wurde als ein Frendentag znm ewigen

Andenken eingesetztst. Die Vertreibung der Hellenisten ans Bethzur

scheint ohne große Mühe erzielt worden zu sein, da sie nur vorübergehendangedeutet wirbst. Wohin sie sich gewendet, wird nicht angegeben; csscheint, daß manche nach Ägypten geflüchtet sind, andere ihre heidnischeLebensweise aufgegeben haben und als Reuige in das Gemeinwesenausgenommen worden, die Beharrlichen hingegen dem Gesetzeseifer dersiegenden Frommen zum Opfer gefallen sind. Es wird nämlich erzählt,der 22. Elul (September) sei als ein Siegestag gefeiert worden, weilan demselben die Heidnischgesinnten umgebracht worden seien, nachdemsie die Frist von drei Tagen, die ihnen zu ihrer Rückkehr gewährtworden war, hatten verstreichen lassenst. So war denn die feindlichePartei, welche nahe an vierzig Jahre an den Grundfesten des Juden-tums gerüttelt, welche, um ihren Abfall dnrchzusetzen, die Plageninnerer nnd äußerer Kriege nnd religiöser Verfolgungen über dasVolk heraufbeschworen nnd ihr Vaterland an den Rand des Abgrundesgebracht hatte, endlich bis auf die letzte Spur verschwunden. Sie hatkein anderes Andenken in der Geschichte zurückgelassen, als das schmählicherVerachtung über ein Beginnen, das mit Gesinnungslosigkeit anfing nndmit Verrat an Religion, Sitte nnd Vaterland endete. Für die innereEntwickelung des Volkes war diese Krisis von wohltätigen Folgen.Sie hat es aus dem religiösen nnd politischen Schlummer aufgeweckt,alle seine Kräfte in Spannung gesetzt und es gelehrt, sein Leben fürseine Heiligtümer einzusetzen. Das Märtyrerblnt, welches zum erstenMale in Strömen für die Lehre des Judentums auf dem Richtplatznnd auf Schlachtfeldern vergossen wurde, hatte diese Lehre mit dem

st I. Makkab. 13, 4352; 14, 57. Statt /»t;»,- muß nach

Josephus gelesen werden.

2) Note I, III. ». st I. Makkab. 14, 33. st Note 1, 111. 8.