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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
Entstehung
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Dritkrs Kapitel.

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Judäa wird unabhängig; Aufhörsn der Krongelder, des Tributs und dersyrischen Zeitrechnung in Judäa. Simons Bündnis mit den Römern.Zerstörung der Akra und Vertilgung der letzten Hellenisten. JudäischeMünzen. Spannung zwischen Simon und dem syrischen König; dessenFeldherr Kendebaios wird besiegt. Simon fällt durch Meuchelmord.

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Während die judäisch-alexandrinische Gemeinde einen hohen geistigenAufschwung nahm, erreichte die judäische Nation im Heimatlande einepolitische Höhe, von welcher aus sie mit Hochgefühl ans die Zeit ihrerNiedrigkeit herabblicken konnte. Welchen Vorsprung sie währendJonathans Regierung gewonnen hatte, ergibt die einfache Vergleichungihrer Lage nach dessen Tode mit derjenigen, in welcher sie sich nachMakkabis Fall befunden hat. Jndas,.Ng.ch1olger. konnte anfangs nureine Handvoll Treuer um sich scharen, war selbst ein Führer ohneBerechtigung und Titel, besaß weder feste Plätze noch Hilfsmittel fürVerteidigung und Angriff, welche weitgreifende Niederlagen verhindernund Siege erleichtern, und war endlich von inneren und äußeren Feindenhart bedrängt. Jonathans Nachfolger hingegen, Simon Tharsi, derletzte Heldensohn Matthatias, übernahm die Regierung über ein ganzes,zum Bewußtsein seiner Kraft erstarktes Volk, das mit dem Aufgebotseines ganzen Wesens das Errungene zu behaupten und zu erweiternbereit war; er überkam bereits einen vollgiltigen Fürstentitel nachaußen, die Hohepriesterwürde nach innen, die ihn ermächtigten, seinenAnordnungen Nachdruck zu geben. Er fand Festungen vor, welche alsStützpunkte gegen feindliche Angriffe dienen konnten, und hatte nureinen einzigen Feind vor sich, welchen sein Vorgänger hinlänglich ge-schwächt hatte. Jonathans Tod brachte daher keineswegs einen nieder-beugenden Eindruck hervor, sondern entflammte die Anhänger deshasmonäischen Hauses und das Volk, den Tod des edlen hasmonäischenHohenpriesters an dem arglistigen Mörder zu rächen. Simon hattenur die entstandene Lücke in der Oberleitung anszufüllen.