Ein samaritanischer Schriftsteller.
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seinen Nachkommen überliefert. Dadurch sei Abraham in den Besitzderselben gelangt, habe durch Adel und Weisheit alle Menschen über-troffen. Er sei es nun gewesen, der in Chaldäa die Babylonier, diePhönikier und, bei seinem Aufenthalte in Ägypten, die Ägypter in dieWissenschaft von der Bewegung der Gestirne eingeweiht Habens. Deran den griechischen Mythen verdorbene Geschmack fand kein Genügean der Einfachheit und Tugendhoheit der Erzväter und an ihrerDuldergröße. Sie sollten durchaus gleich den Gestalten der griechischenSagenwelt himmelanragende Helden oder mindestens Erfinder der zuder Zeit geschätzten Kenntnisse gewesen sein. Unter den aus Misch-lingen verschiedener Völkerschaften bestehenden Samaritanern, derenKöpfe noch voll von wirren Vorstellungen von ihrem Ursprünge undzugänglich für ähnliche aus anderen Kreisen waren, konnte sich einesolche Mischung von Zügen aus der israelitischen Urgeschichte und ausder griechischen Sagenwelt leichter bilden. Bald folgten ihnen auchJudäer auf diesem Wege. Die Zeit des sinkenden Geschmacks und derabnehmenden Bildung in Alexandrien bei dem Zusammenfluß vonAbkömmlingen verschiedener Völker war für eine solche Mischung ver-schiedenartigen Stoffes außerordentlich günstig, weil damals und in dieserUmgebung der Sinn für Wahrheit und Eigenartigkeit abgestumpft war.
Für die Judäer Alexandriens trübte sich indessen einige Zeit derHimmel, der ihnen während Philometors Regierung so heiter lächelte.Als wenn die Tochtergemeinde mit der Muttergemeinde in Judäa inseelischem Verkehr stünde, folgten für beide fast zu gleicher Zeit anseine Reihe glücklicher Tage unglückliche. Judäa war durch JonathansMißgeschick in Trauer geraten, und in Ägypten führte ein Thron-wechsel ein ähnliches herbei. Ptolemäus VII., mit dem BeinamenEuergetes II. Physkon, der mehrere Jahre mit Philometor zu-gleich regierte, dann auf dessen Sturz hingearbeitet, ihm viele Verlegen-heiten bereitet und die Landschaft Kyrene ihm entrissen hatte (o. S. 28),
U Das Fragment des Eupolemos über Abraham bei Eusebius UrasxaratiosvanK. IX, 17. Freudenthal hat unwiderleglich festgestellt (HellenistischeStudien, S. 92 fg.), daß der Vers, dieses Stückes ein Samaritaner gewesen ist,
spricht. Die Samaritaner nennen den Berg Garizim nicht anders alsrii-nm in einem Worte. Ferner hat Freudenthal festgestellt, daß der Verfasserdieses Fragments, das Alexander Polyhistor zusammengeworfen mit Bruchstückeneines Eupolemos, welche von Mose und den judäischen Königen handeln, ver-schieden sei von diesem. Entweder haben beide Schriftsteller, der samaritanischeund judäische, Eupolemos geheißen, und daher habe der Epitomator Alexanderbeide Fragmente zusammengcworfen, oder er hat aus Gedankenlosigkeit Ver-schiedenes unter eine Rubrik gebracht.