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Geschichte der Juden.
Dem entgegen rühmte ein jndäischer Dichter, Philo der ältere,die Wichtigkeit Jerusalems in einem Gedichte „über Jerusalem", priesdarin die Fruchtbarkeit der judäischen Hauptstadt und das unterirdischeWasser, welches durch Kanäle geleitet werde von der „Quelle desHohenpriesters". Dieser Dichter hob seinerseits die Bedeutung desjernsalemischen Tempels auf Morija hervor, hinweisend auf die ge-schichtliche Erzählung, daß Abraham auf dieser Höhe seinen Sohn habeopfern wollen, und dieses sei für seine Nachkommen ein ewiger Ruhm.Auch von Jakob und Joseph erzählen seine Verse, wahrscheinlich umdie Urgeschichte Israels im judäischen Sinne zu verherrlichen *).
Ein anderer samaritanischer Schriftsteller, der Eupolemos ge-nannt wird, schrieb die Urgeschichte des israelitischen Volkes und hobdarin, wie Theodotos, die große Bedeutung des Tempels auf demheiligen Berge Garizim hervor. Der Name Argarizim bedeute„Berg des Höchsten". In der Stadt bei diesem Berge habe Melchi-sedek als König und Priester geherrscht, und dort sei Abraham nachdem Siege über den aramäischen König gastlich ausgenommen worden.Dieser samaritanische Eupolemos, oder wie er sonst geheißen habenmag, war der erste oder einer der ersten, welcher wunderliche Sagenmit der israelitischen Urgeschichte verflochten hat, in der Absicht,griechischen Lesern einen hohen Begriff von den biblischen Personenbeizubringen. Nicht die Ägypter hätten die Sternkunde erfunden, auchnicht die Babylonier die astrologische Kunst, sondern der erste Erfinderderselben sei Enoch gewesen, von den Griechen Atlas genannt. Seinlanglebiger Sohn Methusalem, vom Engel belehrt, habe diese Belehrung
U Die Fragmente, ausgezogen aus mehreren Büchern des Philo Tr^zbei Eusebius das. e. 20, 24, 37. Das Erste, so dunkel es wegendes korrumpierten Textes auch ist, -handelt von der Opferung Isaaks. V. 8:
/rpn? kvrbi-vvrai.-, zuletzt auch von dem Widder zum
Ersatz für Isaak. Ganz ohne Zweifel war in den Versen „über Jerusalem"der Berg Morija, der Tempelberg, verherrlicht, welcher zur Opferstntte gewordenwar. Dadurch sollte eben die Heiligkeit Jerusalems bewiesen werde». Inwelchem Zusammenhänge der Inhalt des zweiten Fragments, die GeschichteJosephs, mit Jerusalem stand, ist wegen dessen Kürze nicht ersichtlich. Dasdritte Fr., welches von der Quells handelt, die im Winter austrocknet und imSommer reichlich fließt, ferner von der unterirdischenü'cr'p kx-rrüonat ü-ä ),An,-ne will offenbar den Wasserreich-
tum Jerusalems hervorheben, als Seitenstück zur vielgerühmten FruchtbarkeitSichems. Ob unter der „Quelle des Hohenpriesters" die Wasserbehälter unterdem Tempel zu verstehen sind, welche Simon der Gerechte angelegt hat?(Sirach SO, 3; s. B. II b., S. 238.) Aus dem Wenigen geht hervor, daß PhilosVerse eine polemische Tendenz gegen Theodotos' Verherrlichung Sichems waren.Diesen Philo meint Josephus (o. .-Vpionsm I, 23) mit der Bezeichnung:
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