Onias IV.
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Zierlichkeit und glänzende Ausstattung besonders ausgezeichnet hat. Siewar in der Form einer Basilika mit doppelten! Säulengangoroa) gebaut und hatte einen so weiten Umfang, daß, wie übertreibenderzählt wird, ein eigens dazu bestimmter Beamter mit einer Fahnedas Zeichen gegeben habe, so oft die Gemeinde auf einen Segensspruchmit Amen eiuzufallen hatte. Die Bethäuser waren auch in Alexandrienund vermutlich ebenso in ganz Ägypten zugleich Lehrhänser, iudem anden Sabbaten und Festen derjenige, welcher in der Gesetzesknnde ammeisten erfahren war, nach dem Vorlesen des Abschnittes aus demPentateuch sich erhob und über das Vorgelesene einen Vortrag hieltZ.
Den rechten Glanz erhielt das alexandrinisch-judäische Leben erstdurch hervorragende Flüchtlinge, welche während der syrischen Drangsalenach Alexandrien gekommen waren. Der bedeutendste unter ihnen warOnias, der junge Sohn des letzten, rechtmäßigen Hohenpriesters vonder Linie Jesua b. Jozadak. Dieses hohepriesterliche Haus hatte inPalästina die ägyptischen Interessen gegen die Söhne des Tobias und dieGriechlinge unterstützt, welche auf Seiten der Syrer standen, und darumwar Onias III. den Tobiaden so sehr verhaßt. Als dieser, weil ermit seinen! ganzen Ansehen den Ausschreitungen der Hellenisten ent-gegengearbeitet und es mit dem ihnen verhaßten Hyrkanos gehaltenhatte, durch deren Schuld meuchlings ermordet worden war 2), hattesich sein junger Sohn Onias IV. im Mutterlande nicht sicher gefühltund in Ägypten Schutz gesucht, sei es unmittelbar nach dem Todeseines Vaters oder mehrere Jahre später. Er wurde von dem mildenKönig Philometor aufs freundlichste ausgenommen, weil er eine großePartei hinter sich hatte, die ihn als den einzig berechtigten Nachfolgerin der Hohenpriesterwürde betrachtete, und der sechste Ptolemäer, dernoch immer Hoffnung hegte, Cölesyrieu mit Judäa zurückzuerobern,sich ans diese Partei und die treuen Judäer in Syrien stützen zukönnen vermeinte. Als der verruchte sogenannte Hohepriester Menelaosvon dem syrischen Hofe aufgegeben und umgebracht worden war undder Prinz Demetrios, aus Rom entflohen, sich Syriens bemächtigt hatte,schmeichelte sich Onias IV., der inzwischen in das männliche Altergetreten war, von dem neuen syrischen König die Hohepriesterwürde,das Erbe seiner Väter, zu erlangen. Der König Philometor, seinGönner, war in dieser Zeit mit Demetrios II. befreundet^) und magseinem Schützling bei ihm das Wort geredet haben, ihn als Hohen-priester einzusetzen. Als aber Alkimos zum Hohenpriester ernannt
st Bergt, weiter unten. st S. B. Ilb, S. 303.
st Bergt. Diodor lüxem-pta, zu 3 t, 7, auch Valerius Maximus, nach Va-lesius' Emendation.