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Geschichte der Juden.
seiner Wünsche bringen. Tryphon trachtete daher vor allein, denmächtig gewordenen jndäischen Hohenpriester aus dem Wege zuräumen und durch seinen Tod Judäa und die Anhänger des jungenKönigs zu schwächen. Aber offene Gewalt gegen Jonathan zn gebrauchen,schien ihm doppelt gefährlich; darum verlegte er sich ans eine Über-listung desselben, und es gelang ihm in der Tat, den schlausten derHasmonäer zn täuschen und in seine Gewalt zu bringen. Ans dieNachricht, daß Tryphon mit einem Heer in Betsan (Skythopolis)eingezogen sei, eilte ihm Jonathan mit 40,000 Kriegstüchtigen entgegen,wurde aber von Tryphon durch Geschenke, Ehrenbezeigungen undSchmeicheleien so sehr umstrickt, daß er in die Falle ging. AufTryphons Zureden entließ er den größten Teil seiner Truppen, dadie Niederlage des Anhangs des Demetrios eine so bedeutende Heeres-masse überflüssig mache, und folgte ihm nach der wichtigen Meeres-festung Akko (Ptolemals), die ihm der Schlaue versprochen hatte. Vonden 3000 Kriegern, die er behalten hatte, entsandte Jonathan 2000nach Galiläa, und nur 1000 begleiteten ihn nach Akko. Tryphonhatte alle Veranstaltungen getroffen, daß Jonathan bei seinem Eintrittein die Festung gefangen genommen und seine Schar niedergehancnwurde. Den jndäischen Truppen, welche in der Ebene Jesreel undin Galiläa verbleiben sollten, ließ Tryphon nachsetzen; sie hatten abervorher von dem an ihrem Führer begangenen Verrat Wind bekommen,setzten sich zur Wehr und zwangen ihre Verfolger zum Rückzugs).
Die Nachricht, welche diese zwei Tausend von Tryphons List undGewaltstreichen nach Jerusalem brachten, verbreitete Trauer undSchrecken. Man glaubte nicht anders, als daß Jonathan gleich denTausend seiner Begleitung in Akko durch die Hand des Treulosenumgekommen sei. Wie nach dem Tode Inda Makkabis, so fühltesich das Volk ohne Jonathan Apphus verwaist und ohnmächtig?).Eine neue Unterjochung von seiten der Syrer mit all den traurigenFolgen schien nahe und unabwendbar; man glaubte die Hand derHellenisten hinter diesen Vorgängen tätig. Es bestand in der Tat einegeheime Verbindung zwischen Tryphon und den: Rest der Griechlinge,und er schien ihnen Entsatz von außen vorgespiegelt zu habe», wiesie ihm Angriffe auf die judäische Hauptstadt von innen ^). Diesevon zwei Seiten drohende Gefahr wendete Simon Tharsi, der letzteder Hasmonäer-Brüder, glücklich ab. Obwohl dem Greisenalter nahe,zeigte er so viel jugendlichen Mut und eine so hinreißende Begeisterung,
Z I. Makkab. 12, 39—51. Das. 52—53.
°) Folgt aus I. Makkab. 13, 21.