Jonathan und Tryphon.
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stellte. Die Festung Bethzur, wo die Griechlinge Zuflucht genommenhatten, hatte Simon eingenommen, diese daraus Vertrieben und eineBesatzung treuer Judäer hineingelegt. Er hielt auch die Seestädte inZaum und legte nach Joppe eine judäische Besatzung, daniit diese wichtigeStadt nicht in Feindes Hände falle. Die Stadt Adida, östlich vonLydda, in der Ebene Schephela, befestigte Simon Z. Aber vor allemlag es den Hasmonäern am Herzen, Jerusalem uneinnehmbar zumachen. Daher erhöhten sie die Mauern nach allen Seiten, dehnten sieim Osten bis hart an das Tal Kidron ans, wodurch auch der Tempel-berg geschützt war, und richteten mitten in der Stadt, gegenüber der Akra,einen festen Wall auf, um de» Hellenisten in derselben den Verkehr abzu-schueiden^). Die Schlucht, welche den Tempelberg von der Stadt trennteund nur znm Teil überbrückt war, füllten sie aus, um die Stadtteilein Verbindung zu bringen. Diese Schlucht führte den Namen Chaphe-natha (Käsemacherschlucht? b). Eine Belagerung der Akra vorzu-uehmen mochte ihnen nicht gelegen scheinen, teils weil dies den SyrernAnstoß gegeben hätte, teils weil die Truppen nicht auf diesen Punktkonzentriert werden durften, da die Feldherren des gestürzten Demetriosnoch immer eine drohende Haltung zeigten. Judäa stellte bereits indieser Zeit (144— 143) 40,000 auserlesene Krieger.
Die Folgen bewiesen nur zu deutlich, daß die Vorsicht, vonwelcher die Hasmonäer durch die Befestigung des Landes und dieUnterhaltung einer Achtung gebietenden Truppenzahl sich leiten ließen,nicht überflüssig und ihr Mißtrauen gegen die vielfache Freundschafts-versichernng der Syrer vollkommen gerechtfertigt war. Denn kaumsah sich der rebellische Feldherr Diodotos Tryphon in dem Besitz dersyrischen Macht, als er den Plan verfolgte, den er gleich anfangsgehegt haben mochte, sich des unmündigen Königs Antiochos, der nurdurch ihn getragen wurde, zu entledigen und die syrische Krone auf seineigenes Haupt zu setzen. Das größte Hindernis zur Erreichung diesesZieles schien ihm aber Jonathan zu sein, weil er in der Tat demjungen Könige, aus Dankbarkeit gegen die ihm von dessen Vatererwiesene Anhänglichkeit, aufrichtig zugetan und dann im Besitz derHerrschaft über einen Teil der Meeresküste war. Jonathan, das konnteTryphon voraussehcn, würde dem Mörder des gekrönten Kindes denhartnäckigsten Widerstand mit allem Aufgebot seiner Macht entgegen-setzen und im Verein mit den andern Unzufriedenen ihn um das Ziel
1) I. Makkab. II, 61—62. 65. 12, 33—34. 38.
2) Das. 12, 35—37.
Das. 12, 37, s. darüber Monatsschr. Jahrg. 1876, S. 152 -fg. fVgl.Buhl, a. a. O. S. 162, Note 429.)
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