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Geschichte der Juden.
Tempels zogen sie sich aber, wie es scheint, unzufrieden mit dem vonden Hasmonäern eingeschlagenen Weg, in ihre Lehrhänser und ihreBeschaulichkeit zurück und schlossen sich sogar dem HohenpriesterAlkimos an; „da er doch vom Samen Ahrons war, so werde er" —so dachten sie — „ihnen nichts Böses zufügen." Obwohl sie inihre» Erwartungen getäuscht und Opfer ihrer Leichtgläubigkeit ge-worden waren, so findet sich doch nicht, daß sie unter Inda oderJonathan zu den Waffen gegriffen hätten. Die Aßidäer griffen nichtmehr tätig in die Begebenheiten ein, sondern überließen den Gangderselben der göttlichen Vorsehung, die doch alles zum Guten leitenwerde, oder die harten Schläge zu Prüfungen und Läuterung sende,wie das aus ihrem Kreise hervorgegangene Buch Dani el betont hat.
Die den Aßidäer» schroff entgegengesetzte Partei bildeten dieHelleniste n. Weil das Judentum mit seiner Sittlichkeit undseinem Ernste ihrem Gelüste hinderlich war, hatten sie einen leiden-schaftlichen Haß gegen dasselbe gefaßt, und weil das Judentum mitder Nationalität innig und unauflöslich verwachsen war, so wurdensie die erbittertsten Feinde ihrer Nation. Ohne Anhang im Volkemußten sich die Griechlinge an die syrischen Machthaber halten, ummit deren Hilfe ihre Verkehrtheiten dnrchzusetzen, und wurden so Ver-räter an ihrer Nation nicht minder als an der väterlichen Lehreund Sitte. Von der Verachtung und dem Abscheu, dem sie verfallenwaren, zeugen die brandmarkenden Benennungen, die ihnen die Zeit-genossen beilegten: „Abtrünnige vom heiligen Bunde, Verräteram Bunde, Gesetzübertreter, Gesetzlose und Gottlose." Dochzählten sie in ihren Reihen Tempelbeamte, Priester und die ans altemAdel abstammenden Familien. Durch die siegreichen Kämpfe der Has-monäer ihrer Macht beraubt und seit dem Tode des HanptverrätersOnias ° Menelaos (163) ohne Führer, waren die Hellenisten ge-zwungen, vor dem gerechten Volkszorne Zuflucht in der Akra zusuchen, von wo ans sie, glühende Rache gegen alle, die ihre Verrätereinicht teilten, brütend, die syrischen Machthaber fortwährend gegen ihreStammesgenossen anfstachelten. Aber Judas Tod hatte wieder dieHerrschaft in ihre Hände gespielt. Die Namen ihrer Häupter sindnicht bekannt worden; möglich, daß Odnra, seine Brüder und dieSöhne Phasiron die hellenistischen Führer waren Z.
*) Makkab. 9, LN. Unmöglich können diese Häuptlinge eines Nomaden-stammes gewesen sein. Denn der Schauplatz der Fehden war die Gegend desdiesseitigen Jordans bei Bethagla (w. unten), und hier gab es in der makka-bäischen Zeit wenigstens keine Nomaden. Warum hätle auch Jonathan mitfriedlichen Nomaden anbmden sollen? Hatte er nicht Feinde genug? . Und das;