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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

dann könnte er wohl an die Skythen gedacht haben, da er auch Assur undNinive den Untergang androht (2, 13 fg.). Allein er spricht von keinem be-stimmten Feinde, sondern nur allgemein von Unheil, das eintrcffen werde.Daher läßt sich aus seinen Prophezeiungen gar nichts für die Invasion derSkythen in Juda schließen. Allenfalls könnte V. 3, 6 darauf bezogen werden:rem puv 'brv nr: 12p 'bov murin 'nrnnn mnus MLu cur mr.n.

Diese Partie gehört aber entschieden der Zeit nach der Josianischen Refor-mation an.

Dagegen läßt sich aus Ezechiel's Schilderung von Gog und Magog (o. 38bis 39) auf die Anwesenheit der Skythen in Judäa schließen. Josephus und

Hieronymus erklären urv als Skythen (Alterth. I. 6, 1). 6- -roox

Hieronymus zu Ezechiel: UaZ'oZ' esse Ksubss Loz-bliieas iwinaussob inunmsradiles, guas braus Oanoasum moutsm . . . beuciaubur. Man hatdas Wort auf den Berg Cauk Caucasus zurückgeführt ^). In derThat erkennt man in Ezechiel's Schilderung durchaus die Art und Weise derSkythenhorden. Gog zieht aus zu plündern und zu rauben, Gold und Silberwegzutragen, Vieh und Erwerb zu nehmen, große Beute zu machen (38, 13).Er bricht aus dem äußersten Norden ein (prr nri-!- 38, 15; 39, 2) und ziehteine unzählige Menge Völkerschaften hinter sich her, Kimmerier (->uz), Ar-menier (nll-mn n' 2 ), Aethiopier und andere Völkerschaften (38, 57).Wie ein Unwetter zieht er herauf, wie eine Wolke, die Erde zu bedecken (V. 9).Ezechiel prophezeite in diesen Kapiteln eine eigene Gestaltung der Zukunft.Nachdem Israel aus dem Exils zurückgekehrt sein und friedlich und sicher ohneFestungen und Mauer das Land bewohnen werde, werde es plötzlich von einemSchwarmvolke und vielen Völkerschaften in dessen Gefolge überfallen undbekriegt werden, aber dieser Feind werde einen schmählichen Untergang finden.Dieses Schwarmvolk nannte er Gog und Magog, d. h. Skythen, und schildertees nach den an den Skythen wahrgenommenen Eigenschaften. Diese zutreffendeSchilderung setzt voraus, daß man in Judäa, speciell in Jerusalem, eine Vor-stellung von dem Wesen der Skythen hatte, d. h. daß sie da gesehenworden waren. Selbst wenn Ezechiel um einige Jahre jünger als Jeremiagewesen sein sollte, fiele seine Geburt doch nur wenige Jahre nach derskythischen Invasion, und er konnte in seiner Jugend von ihnen undihrer Plünderungssucht und Zerstörungswuth gehört haben. Diese Jugend-erinnerungen dienten ihm später dazu, das Schwarmvolk seines prophetischenGesichtes mit den Zügen auszustatten, welche den Skythen eigen waren. Nuraus diese Weise sind die Kapitel über Gog und Magog exegetisch undPsychologisch erklärlich. Es folgt also mindestens daraus, daß die Skythenden Judäern bekannt waren.

Ein noch triftigerer Beweis nicht bloß für die Bekanntschaft der Judäermit den Skythen, sondern auch für deren Eingreifen in das Geschick des Landesläßt sich aus dem Liede Deuteron, o. 32 entnehmen. In demselben ist ange-geben, daß das israelitische Volk wegen seines verkehrten Götzenthums voneinem Unvolk, von einem verworfenen Volke gezüchtigt werden werde odergezüchtigt worden sei. Den Mittelpunkt bildet Vers 21: -nvpr bx xba -nx^r vn

^) Lüo§ soll ursprünglichGebirge" bedeuten. Joh. Gust. Cuno,Forschungen im Gebiete der alt. Völker, S. 283 sVgl. Meyer a. a. O. S. 558u. Duhm z. St.j.