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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Note 7.

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welche außerhalb des Vaterlandes den Rath des Propheten anriefen. DieAntwort des Propheten weist ebenfalls darauf hin: r.i» wvkehrt um,kommt heim". Richtig hat auch Dozy li'i: au, das keinen Sinn giebt, in.ii'i au verwandelt, eine Emendntion, die auch Andere vor ihm gemacht haben.Demnach hat der Prophet denen, welche ihm aus Sei'r zuriefen:Wächter, waswird aus der Nacht (der Leiden)?" geantwortet:Es kommt der Morgen undes entflieht die Nacht" . . .kehret um, kommet zurück". Dadurch istdie räthselhaite Stelle sinnvoll erklärt. Es folgt daraus, daß Israeliten inder Fremde, und zwar in Sei'r, über Leiden geklagt und sich zurückgesehnt haben.Diese Israeliten waren roü d. h. a'iin. Darunter können

Flüchtlinge, Verbannte, aber auch Ausgewanderte verstanden sein(vergl. Jes. 16, 3 >^r> i» 111 : das. Vers 4 aw 2 m-u, wo von solchen dieRede ist, die halbfreiwillig ausgewandert waren). Aber die weitgehendeFolgerung, welche Dozy macht, daß diese Verbannten aus Arabien, etwa garaus Mekka den Schmerzensschrei erhoben hätten, ist durchaus nicht erwiesen,ja, der Text spricht entschieden dagegen. Denn der Nus ertönt aus Setr,was durchaus nichts anderes ist, als das Land Edom mit den Städten Sela(Petra), Taiwan, Bezer. Daß das hier angeführte Land . 12:1 identisch seimit Duma-al-Gandal im Lande Neg'd in Arabien, ist nicht zu erweisen. DieSeptuaginta haben ausdrücklich dafür Möglich, daß der ihnen vor-

gelegene Text gelautet hat: . 1211 » »v 2 . Alles in Allem genommen, folgt ausdiesemMassa" mit Gewißheit, daß Israeliten, die in Jdumäa weilten, sich zu-rückgesehnt haben, und zwar zur Zeit des Propheten Jesaia. Will man nun wozu man doch berechtigt ist diese Israeliten in Sei'r mit den 500 aus-gewanderten Simeoniten identificirsn, von denen die Chronik erzählt, so mußman zugeben, daß diese Auswanderung vor Jesaia's, also vor Chiskija'sZeit erfolgt sein muß, da jene sich doch bereits in dieser Zeit über Leiden beklagthaben. Die Klageführenden können also nicht die ersten Auswanderer gewesensein, sondern allenfalls dis Nachkommen der früher ausgewanderten 500 Simeo-niten. Wer demnach in den Klagen in diesemMassa" Simeoniten zumHintergründe nimmt, mutz consequent die Auswanderung derselben vor Chiskija'sNegierung ansetzen. Das thut Dozy, nur daß er diese Auswanderung gar zufrüh in Saul's oder David's Zeit ansetzt und abenteuerliche Legenden derAraber damit in Verbindung bringt.

Indessen, streng genommen, ist aus der Jesaianischen Stelle eine frühererfolgte Auswanderung von Simeoniten nicht erwiesen. Denn daß es geradeSimeoniten gewesen wären, welche ein Klagen aus Sei'r erhoben haben, stehtim Text durchaus nicht und beruht lediglich auf Combination. Es ist nichteinmal streng erwiesen, daß diese Klage zu Jesaia's Zeit erhoben worden ist.Wer bürgt denn dafür, daß dieses Stück (21, 11 12) Jesaianisch ist? Könntees nicht einem andern Propheten angehören? Unmittelbar voran geht ein Stück(Vers 110), das allgemein als exilisch angesehen wird, und demnach nichtJesaianisch sein kann. Kann nicht auch das StückMassa Duma" exilischsein? sSo z. B. in der That Marti u. A. z. St. Vgl. ferner Kuenen a.a. O. S. 50 f., Buhl, Gesch. der Edom-, S. 69^.

gänzt man zu das Wort iir oder ipw 2 , dann ist der Vers abgerundet undhat einen palilogischen Parallelismus, also:

?,11->1 i'i>2 12 12V.... 12V 12»

Graetz, Geschichte der Juden. II. 1 . 29