446
Geschichte der Juden.
ihr bringen werden, und welche Prachtkleider sie trägt (Vers 14): cnws bs
SM .-, 2 -w -br> oo. Dieser B. ist bisher nur gezwungen erklärt
worden, weil das nvvs durchaus störend ist. Man muß dafür lesen o'i'is„Perlen". Dann ist der Sinn verständlich, wenn man noch dazu nimmt, wieUXX haben owsvrw, statt m-sL'llll. Denn m-sros sind doch dis Carrs's, wiesie sich an den Prachtgewändern auf den assyrischen Monumenten finden.Innerhalb dieser Carrs's an den Kleidern der Erwählten waren Perlen an-gebracht. Also „aller Reichthum einer Königstochter, Perlen ingoldenen Carrs's, ist ihr Gewand". Die Erwählte, welche der König nuribrer Schönheit wegen bevorzugt hat, kann demnach keine Königstochter gewesensein, sonst brauchte ihr nicht geschildert zu werden, welche Pracht ihr zugedachtsei. Für eine Königstochter verstände sich der Luxus von selbst. Der Dichterbetont aber, wie sie sich durch die Wahl eines solchen Gatten und den reichenSchmuck geehrt und beglückt sühlen müßte. Wenn, wie bereits auseinander-gesetzt wurde, dieses Epithalaminm sich auf Chiskfia bezieht, so hätten wir anihm ein Stück individueller Biographie dieses Königs. Die Gattin, die er er-wählte, war wahrscheinlich ns > 2 sn (auf welche auch Jes. 62, 4 anspielt), disMutter Manasse's (Kön. II, 21, 1). Dieser war nach dem Tode seines Vaterserst 12 Jahr alt. Daraus würde folgen, das; Chiskija möglicherweise erst nachder Befreiung von der Invasion Sancherib's geheirathet hat. Der Namens '-sn, „mein Wohlgefallen an ihr" deutet auf Schönheit und Wahlzur Gemahlin wegen dieser Schönheit.
Die übrigen Königspsalmen sind zu wenig individuell gehalten, als daßman daraus entnehmen könnte, auf welchen König sie anspiclen. Aber Psalm21, 45, 61 und 72 sind aller Wahrscheinlichkeit nach auf Chiskija, sowie 2 und101 von ihm gedichtet worden.
Noch ist eine poetische Partie aus Chiskija's Regierungszeit zu beleuchten,welche Vorgänge aus dem bisherigen Dunkel heraustreten läßt.
Die zwei Verse Jesaia 21, II —12 n-psnr nnp .nun dis den Exe-geten bisher ein veisiegelles Räthsel waren, hat Dozy (die Israeliten zu Mekka,S. 60 sg.) treffend erklärt und dabei das Factum, das ihnen zu Grunde liegt,mit der Relation der Chronik von der Auswanderung der Simeoniten in Ver-bindung gebracht. Es ist vielleicht das einzige Resultat in Dozy's mit so vielerGelehrsamkeit unterstützten Behauptung, daß die Uransiedler in MekkaSimeoniten gewesen, daß diese zu David's Zeit dahin ausgewandert seien,den Tempel oder Haram zu Mekka gegründet und alle die Leremonienbei demselben, welche die Araber noch heutigen Tages bei den Wallfahrten da-hin beobachte», bis auf die kleinste Kleinigkeit eingeführt hätten. Es isteine unglückliche Hypothese, ähnlich der Geiger'schen, von der Abstammung derSadducäer aus dem Hause des Hohenpriesters Zaook. Beide Hypothesen, ob-wohl durch eine erdrückende Zahl von Beweisen unterstützt, erweisen sich beinäherer Untersuchung so bodenlos, wie sie bei der oberflächlichen Betrachtungsich als unwahrscheinlich kund geben. Herr Dozy mag seine Hypothese gegen-wärtig selbst aufgegeben haben, darum soll hier nicht weiter darauf eingegangenwerden Nur die Thatsache von der Auswanderung der Simeoniten und vonder Anspielung des Jesaianischen „Mafia" auf dieselbe soll hier auf das rechteMaß gebracht werden. Im Verlaufe soll eine höchst wichtige Beweisstelledafür herangezogen werden, welche Dozy übersehen oder nicht gewürdigt hat.Diese Stelle unterstützt auf der einen Seite sein Resultat, daß die Simeonitenausgewandert sind, und widerlegt auf der andern Seite seine Behauptung,