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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
Entstehung
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443
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Note 7.

Sollte ein durch Gottesfurcht, Sittlichkeit und Dichtkunst so hervorragenderKönig wie Chiskija, ein Gönner und Beschützer der Sänger, nicht von diesenverherrlicht worden sein? Es ist kaum denkbar. Von den 8*) Königspsalmenim Psalter müssen, wenn auch nicht alle, so doch einige auf diesen Königanspielen, oder in einer anderen Wendung: sie sind nur allseitig verständlich,wenn man sich Chiskija hinzudenkt, wenn man annimmt, daß er den Psalmistengesessen hat. Ganz bestimmt bezieht sich Ps. 72 auf diesen König, Einleitendbemerkt Ewald richtig zu demselben:Unstreitig bei Gelegenheit des Antrittseines neuen Herrschers gedichtet, denn der Königssohn hatte. , . noch gar keineeigene That vollendet, alles über ihn Gesagte ist noch Wunsch und Ahnung,Davidisch kann der Psalm allerdings nicht sein, denn David war nicht der Sohneines Königs, aber auch auf Salomo kann er sich nicht beziehen, wie die Ueber-schrift andeutet, denn damals war der Gegensatz der Bedrücker und der Armennoch nicht vorhanden, und dis Lande urv (Sabäa) und uro (Meros) waren beiSalomo's Regierungsantritt nicht bekannt. Es muß vielmehr sich auf einender später», viel versprechenden Könige beziehen". Ewald räth zwischen Chis-kija und Josia. Das ist jedenfalls taclvoller als Hitzig's Einfall von PtolemäusPhüadelphuS, worüber kein Wort zu verlieren ist. Allein auf Josia kann sichder Psalm auch nicht beziehen, denn man könnte dann fragen, warum nicht aufeinen anderen sogar götzendienerischen davidischen König, Denn Josiaduldete ebenfalls das Götzenthum bis in sein achtzehntes Rsgierungsjahr, Undwarum sollte der Psalmist gerade von ihm so viel Tugend gerühmt und er-wartet haben? Zu übersehen ist nicht, daß der Psalm eine bestimmte Erwartungausspricht und Hoffnungen auf den neuen König setzt. Wenn der SängerEingangs äußert: Gott möge diesem König sein Recht und seine Gnade ge-währen ist, von Gott gebraucht, nur Gnade so muß er ihn dessenfür würdig gehalten haben. Und ein so würdiger Prinz war einzig und alleinChiskija, von dem schon Zacharia I, prophezeit hat (9, 10): ix am ibam,

p-m wen ip imm, und diese Reminiscenz wiederholt'der Psalmist (V. 9) buch-stäblich pin wrn np n,n:oi np am nnn sKeßler z. St, möchte die Priorität demPsalmisten zuerkennens. Und gerade wie jener von einem König verkündet hat,amb a,bv n 2 n,, erwartet auch dieser (V, 7) von ihm: an: (pnu l.) imw n-w'nn> -nn np mnir. Auch Jesaia verkündete von dem Sohne des Königs Achas(9, 5. 6), auf dessen Schulter die Herrschaft sein werde, daß seine Herrschaftweit nnvon non (so statt nnnon) und des Friedens kein Ende sein werde,sobald er auf dem Thron David's sitzen werde: nin non bp pp pn Es

war also nicht eine liebedienerische Sprache, welche der Psalmist an den Königrichtete, sondern die Aeußerung einer bestimmten Erwartung, welche die Frommenvon ihm hegten, und so bleibt nur Chiskija allein, bezüglich dessen die Erwar-tung gerechtfertigt erscheint.

Wenn je ein Psalm einen individuellen Charakter zeigt, so ist es wohldieser, und er erklärt sich am ungezwungensten, wenn man zum HintergründeChiskija, seine Antecedentien und die Hoffnungen, welche die Besseren von ihmhegten, nimmt. Er war so recht Is roi ässirs. Die Armen, Dürftigen, Leidendendie ap "rp und 'up, d, h. ',n mp, für welche der Psalmist eintritt und den

r) Ps. 20, 21, 28, 45, 61, 63, 72, 84 und allenfalls noch 110 sJn seinemKritischen Comm. zu den Pmlmen" I, S. 14 f, will der Vers, die Königspsalmenals eine besondere Gattung nicht gelten lassen. Vgl, das, die Bemerkungen zuden einzelnen hier aufgezählten Psalmens,