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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Note 7.

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sich sein Nachfolger vor. Wen will er an deren Stelle setzen? DieTreuen imLande" oder die Redlichen, die harmlos Wandelnden, d. h. die Anawim(s. o. S. 408). David konnte unmöglich einen solchen Vorsatz ausgesprochenhaben, da er an seinem Hofe mehrere Männer hatte, die selbst vor Blutver-gießen keinen Scrupel empfanden. Nur Chiskija kann der Autor diesesPsalms gewesen sein, da es weder vor ihm, noch nach ihm einen so edelregierenden König im davidischen Hause gegeben hat, und keinen Zweiten, derDichter gewesen wäre. Nur Chiskija konnte von sich sagen m'v vvpv >vvi> p,nv ibnrm.Die syntaktischen Schwierigkeiten in Vers l2 sind leicht zu lösen, es gehörtaber nicht hierher.

Dasselbe gilt vom Psalm 2. Sämmtliche Ausleger geben zu, daß auchdieser nur von einem Herrscher gedichtet sein kann (denn die Annahme, daßdieser und andere äbnliche Psalmen im Sinne eines Königs von einem Anderngedichtet worden seien, ist ein bloßer Notbehelf, eingegeben von der Verlegen-heit, den Autor zu ermitteln). Auch in diesem Psalm haben die vorurtheils-losen Forscher von David abgesehen, .da hier Zion der heilige Berg genanntwird, eine Bezeichnung, dis er zu David's Zeit noch nicht gehabt haben kann.Denn es steht fest: bei den Propheten und Dichtern bedeutet Zion nicht dieDavidsstadt, sondern entweder den Tempelberg oder die ganze StadtJerusalem um des Tempels wegen (vergl. Joel 4, 17 'vip v.n ;rrv, Ps. 50, 2p'Lin p'LL.) Gott erschien von Zion, d. h. vom Heiligthum aus,

welches ein Gottesberg geworden ist, wie einst der Sinai (wie es Hupfeldrichtig auslegt); vergl. Ps. 20, 3 Parall. von vrp und p' 2 . Da nun in David'sZeit der Tempel noch nicht bestand, so hatte Zion nicht diese Bedeutung, undso kann Psalm 2 nur nachdavidisch sein, und wiederum kann kein anderer alsChiskija der Dichter desselben gewesen sein. Wer sind aber die Könige undFürsten, welche nach diesem Psalm mit Abfall gedroht haben? Chiskija hateinige Kriege geführt oder führen lassen und einige Nachbarvölker unterworfen.Ausdrücklich wird es bezüglich der Philister erzählt (Könige II 18, 8); daß eraber auch andere Völker besiegt hat, sagt Vers 7 u-' vvu b:v. Moab wird

aufgefordert, sich unter den Schutz des gerechten Königs vom Hause David zubegeben (Jes. 16, 1. 3. b). Darunter kann lediglich Chiskija gemeint sein, sodunkel auch die Partie ist. Wir finden ferner eine judäische Familie vum nn->(Esra und Nehemia im Verzeichniß der Nückkehrenden u. a. St.). DieseFamilie muß also von einem Haupte abstammen, das die Statthalterschaft überMoab inne gehabt hat. Sie wird auch als vnn uvb bezeichnet, woraus geschlossenwerden kann, daß sie von Joab abstamme'). Diese Statthalterschaft kann erstin der assyrischen Zeit eingesührt worden sein, denn nnv ist ein assyrischesWort; die Statthalterschaft über Moab kann demnach erst seit der Einmischungder Assyrer in die judäischen Angelegenheiten, d. h. von Achas abwärts, ein-geführt worden sein. Da nun sämmtliche Könige nach Chiskija zu schwach waren,als daß sie Moab hätten unterjocht haben können, so ist es wohl möglich, daßChiskija die Herrschaft über Moab erlangt und einen permanenten Statthalterdarüber eingesetzt hat. Wenn man Psalm 60 auf die Chiskijanische Zeit bezieht,so würde daraus hervorgehen, daß dieser König die Hoffnung hatte, über dieNachbarvölker zu herrschen. In Psalm 2 ist nun dargestellt, daß die dem Königunterworfenen Völker und ihre Fürsten, denen er das Band der Unterthänigkeit

*) Aus Esra 8, 4. 9 scheint zwar hervorzugehen, als wenn vum rme uvverschieden waren von den vnp uv; aber das Letztere ist wohl Corruptel.