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Geschichte der Juden.
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desselben war. Später soll dieser Dankpsalm erläutert und für die Geschichteausgenutzt werde». Für jetzt interessirt uns nur die Thatsache, daß Chiskijathatsächlich ein Psalmendichter war. Daraus läßt sich die Folgerungziehen, daß mehrere Hymnen im Psalter und anderweitig, die einen königlichenSänger voraussetzen, nur ihn zum Autor haben können. Beschäftigen wir unszunächst mit Psalm 101 .
„Daß hier in diesem Psalm ein König spricht, läßt sich besonders ausder gelobten Vertilgung der Frevler, die eine obrigkeitliche Macht und Autoritätvoraussetzt, mit einiger Sicherheit annehmen. Daß dieser König David sei,ist eine naheliegende und allgemeine Annahme, die aber aus dem Inhalte desPsalmes weder zu erweisen noch zu widerlegen ist". So urtheilt Hupfeldim Eingänge zu diesem Psalm (in seinem ausführlichen Commentar zu denPsalmen). Indessen mehr noch als Vers 5 und 8 , beweist Vers 6 , daß derPsalm von einem Herrscher gedichtet sein muß: n.vp novb pin «ncnw 'vp
'miv' mi o'L.i 1172. Nur die Treuen und Harmlosen sollen ihm auswarten.Denn niv bedeutet „ein höheres Amt versehen". Der Dichter will alsomit diesem Verse sagen, daß nur Treue und Redliche seine Beamten seinsollen. Dagegen mag er nichts wissen von: inxi 1.122 von wnp 12;
22^ 2111, nichts von pin 'pvi und den pn von den Verläumdern, Hoch-mütigen, Lügnern, Frevlern und Uebelthätern. Diese will er aus seinemHause entfernt wissen. Es ist unzweifelhaft, daß nur ein König so redenkonnte, und daß nur ein König der Dichter dieses Psalms gewesen sein kann.Diese Voraussetzung nimmt auch Ewald an (poetische Bücher II, S. 82 ). SelbstHitzig gab das Factum zu, nur daß er nach seiner Manier den Psalm makka-bäisch macht und ihn Jonathan viudicirt. Aber dieser Hohepriester war nochnicht Fürst und hatte keinen Hof und keinen Bsamtenstand, auf den die Zügein diesem Psalm passen könnten. Auf der andern Seite, wenn der Dichterauch ein Herrscher war, so kann der Psalm doch durchaus nicht von Davidstammen. Das läßt sich aus dem letzten Verse beweisen. Der Dichter sprichtseinen Plan aus bo'1 i'pir i'i2ii>, er wolle die Gottesstadt von
Uebelthätern säubern. Aber in David's Zeit war Jerusalem noch nichtdie Gottesstadt. Sie wurde es erst durch den darin erbauten Tempel;durch das Heiligthum wurde sie die heilige Stadt und in Folge dessen dieGottesstadt (Psalm 18 , 2 - 3 . 9 ; 46 , 5 ; 87 , 3 ; Jesaia 52 , 1 ; 60 , 14 ). Wennalso auf einer Seite der Psalm einen königlichen Sänger voraussetzt, und aufder andern Seite David nicht der Verfasser sein kann, wer anders als Chis-kija kann ihn gedichtet haben? Denn nur er war thatsächlich ebenso wieDavid ein Psalmendichter, er war nächst David der frömmste König und nochviel sittlicher und reiner als David. Nur durch die Annahme dieser Autor-schaft wird der ganze Sinn des Psalms erschlossen. Es ist gewissermaßen einRegierungsprogramm Chiskija's. Durch seinen Vater Achas war die sitt-liche und religiöse Ordnung umgekehrt worden, waren die Stadt und der Hofmit Uebelthätern gefüllt. Diese zu verbannen (nicht zu vertilgen*), nimmt
*) Das Verbum »'>221, das zweimal in diesem Psalm vorkommt, bedeutetnicht vertilgen, sondern der Grundbedeutung des Verbums .1:22 nach, „binden",„einschränken", „unschädlich machen". Auch n'ioib bedeutet nicht durch-aus „vertilgen", sondern verbannen, wie Könige I 9 , 7 'w °mie>' nn 'nirninii 'im ivn ivin.i, und wie 1,2p :ipv 1121 ursprünglich nur den Sinn hat,„aus der Familie oder dem Stamm ausgestoßen" zu werden.