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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Chaldäern bestanden zu haben scheinen,Land Chasdim" oder Chaldäagenannt. Diese Benennung ist daher jüngeren Ursprungs. Als das chaldäischeReich durch die Perser untergegange» war, ging die Benennung auf die Astro-logen und Wahrsager über, weil diese in Babylonien heimisch waren. Beirömischen und spät-griechischen Schriftstellern, sowie in Daniel habenChal-däer" undKasdim" nur noch diese Bedeutung. Abraham's und derTerachiden Geburtsland o-uro im kann also nur im karduchischen Gebirge ge-legen haben, welche Bedeutung im auch immer haben mag. Es ist daher nurleeres Gerede von Schräder, wenn er in einem Nachtrag zuKeilschrift undaltes Testament", (S. 383 fg. und sonst noch) aus einer, wer weiß ob richtiggelesenen KeilinschristIlruu Hkaän" das Factum folgert und darauf ver-festen ist, daß die Terachiden aus dem Süden, aus dem Lande Smear, einge-wandert wären. Dann hätten sie einen fürchterlichen Umweg gemacht, zuerstvon Südbabylonien nach dem um 5 Breitengrade weit im Norden gelegenenHaran auszuwandern und dann in entgegengesetzter Richtung weit, weit vonNord nach Süd, von 37" Br bis zum 32" Br. in Palästina einzuwandernHerr Schräder hat wahrscheinlich noch keine Reise im Lande der Kameele ge-macht und weiß nicht, was ein Umweg von 20V Meilen durch Wüsten undunbewohnte Gegenden bedeutet. Aus der Karte reist sich's leicht ssVgl. Dill-mann zu Gen. II, 28 und Hommel, a. a. O. 211214^.

Doch kommen wir von dieser nothwendigen Digression auf das Hauptthema,die Composition und Anlage der Thora zurück. Der Zusammenhang dereinzelnen Theile wird durchsichtig, wenn man den ethischen Kern der Erzählungenermittelt. Der ethische Hintergrund in den geschichtlichen Theilen zeigt sich amaugenscheinlichsten in den Biographieen der Erzväter. Philo hat schon richtigdiesen Kern erkannt und ausgedrückt. Er nennt die hebräischen Patriarchenlebendig gewordene vernünftige Gesetze" (äs ^.di-alurmo Anfang,:OL L/Ly-I-^OL »ttL ).0/L»0L V0/kOL LXkLVOL )-k/OVaa-V. GüNZ besonders

gilt das von Abraham; er wird als Ideal-Patriarch aufgestellt. Er wirdnicht bloß als gottesfürchtig und vertrauensvoll, sondern auch als höchst tugend-haft und besonders als friedfertig und Feind aller Ungerechtigkeit geschildert.Nahe liegt die darin enthaltene Lehre, daß seine Nachkommen seine Tugendensich zu eigen machen mögen. Es ist auch ausdrücklich angegeben, daß er nurdeßwegen bei Gott beliebt war, weil er seine Tugenden auf sein Geschlecht ver-erben und es darin belehren soll (Genesis 18, 19). Auf diesen Tugenden be-ruhen das Heil und der Segen, der von ihm und seinen Nachkommen auf alleGeschlechter der Erde übergehen soll. Träger und Fortpflanzer des Heils sollenaber seine Nachkommen von Sara sein. Auch der Beschneidung, die, nachder Genesis, Abraham zuerst angenommen hat, liegt eine ethische Anforderungzu Grunde, wie Oehler (a. a. O. S. 297) unwiderleglich nachgewiesen hat.Sie bedeutet die Reinigung des Herzens oder das Abthun der Herzens-härtigkeit. Daher die bei den Propheten so häufige Gedankenverbindung vonUnbeschnittenen des Fleisches und Unbeschnittenen des Herzens"(o", >iix, mro '^i',') und der Ausdruck:die Borhaut des Herzens zubeschneiden". Die Einleitung zum Gesetze der Beschneidung (Gen. 17, I):o'! 2 o im i7.ni, spricht ganz entschieden für die Intention, sie im ethischenSinne auszufassen, wenn sie auch als Bundeszeichen gelten soll.

Indessen nicht bloß die Tugenden der Patriarchen werden in der Genesisals Muster aufgestellt, sondern auch ihre Fehler und Untugenden werden auf-gedeckt, damit sie zum warnenden Beispiel dienen sollen. Man hat so oft über