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Geschichte der Juden.
sinnig und überzeugend auseinandergesetzt (Mythologus I. 163 fg.). Er identi-ficirt sowohl Jabal, wie Jubal mit Apollo, und begründet die Jdentifi-eirung sprachlich durch den Nachweis, daß dis älteste Form des griechischenNamens der Sonne *) war, „zwischen welcher und dem Namen
Apollo die von Festus uns erhaltene italienische Form des Letzteren Apelloliegt", und diese wieder entstanden aus „^.bsllo". Jubal und Jabal sindBrüder von einer Mutter. „Man vereinige diese Spur mit der fast gänzlichenEinerleiheit ihrer Namen, so wird es höchst wahrscheinlich, daß beide ursprüng-lich nur eine Person sind. Auch die Griechen vereinigten ja beide Gottheitenin eine Person, bald indem sie den Hirtengott Pan die Flöte erfinden lassen,bald indem sie den Gott der Lyra, als Apollon No miss, auch zum Gottder Hirten machen". Buttmann weist (das. S. 166) nach, wie in der Mytheöfter eine Person oder ein Typus in zwei Namen zerlegt wird. Jnachos undBacchos, Romulus und Remus sind ursprünglich eins. Noch scharfsinnigerist Buttmann's Jdentrficirung von mit den llUdie nach Diodor's
Berichte viele Künste erfunden und Götterbilder zuerst fabricirt, und nach Strabo'sRelation, Erz und Eisen zuerst zu bearbeiten erfunden haben sollen (vergll Prellera a. O. S. 473 fg.). „Der Kenner erblickt nun folglich in Tubalkain einen nachdem aramäischen Radicalsystem gezerrten Namen, der ursprünglich Ivalkinoder Irvalkau gelautet haben muß, von welcher Form in Vulkan der erste,in der zweite Consonant einer weicheren Aussprache wich". Dieser ,
Tonangeber in der griechischen Etymologie bringt damit die vrvalinn der (
nordischen Mythologie in Verbindung, die Zwerge oder Dämonen, die größtenMeister in der Kunst, Schlachtschwerter und allerlei Waffengattungen zu ver-fertigen. „Diese vierfache Uebereinstimmung: ludalks-iu, Orvalinn, !
Dsloliin und Vulkan schließt den Zufall aus". Soweit Buttmann. Die !
Richtigkeit dieser Jdentificirung ergiebt sich auch aus Nebenzügen der Erzählung.Tubalkain's Schwester wird Naamah genannt. Dieser Namen ist unzweifelhaft !identisch mit der Aphrodite oder Venus, der Göttin der Anmuth und desLiebreizes, die schon Homer bewundern und als Pflegerin der Ueppigkeit undWeichlichkeit verachte» läßt. Aphrodite wurde aber mit Hephaistos oder !Vulkan in Beziehung gesetzt; beide hatten ihren Cultus auf der Insel Lemnos(Preller I. 138, 148). Hephaistos wird in der Jliade als Schmied von kräftigenArmen, mit Hammer und Ambos arbeitend, geschildert. Wie trefflich stellt dieGenesis dieses Verhältniß dar. mnm °niri nvm rwn iw (wn) wu>i> p? iwwrmp: pp-imn. Tubal-Kain, der Schmied, der Vater aller Erz- und Eiscn-schmiedverfertiger; denn wn muß man ergänzen, wie i.-m vv- wn und ivsn iw wn !
nur. Auch die Namen der Frauen Ad ah und Zillah sind glücklich ge-wählt und spielen auf Vorstellungen aus diesem Kreise an. — So richtig auchButtmann die Anspielung auf die griechische Mythologie entdeckt hat, so hater sie doch verkannt, wenn er darin ein Bruchstück einer altasiatischen Götter-lehre erblickt (das. 169: „Jebova, oberster Gott, Jabal oder Jubal, Gott derMusik und der Hirten, Tubalkain, Gott der Schmiede"), und diese sollen demJovis, Apollon und Vulkan entsprechen. Aber die Darstellung in der Genesiswill ja diese mythologischen Wesen nicht als Götter betrachtet wissen, sondern
Buttmann weist entschieden in einer Anmerkung das. S. 168 die nochvon Preller (gr. Mythologie I. S. 334) behauptete Etymologie zurück, daß
aus durch Einschaltung des Digamma entstanden sei, und daß
dies ionische Dehnung für sei. Buttmann hielt Abelios vielmehr fürdie Urform.