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Geschichte der Juden.
ranz aufgedeckt, die darin liegt, die Ausdrücke . 1^2 .112 und min o-pn zu identi-ficieren. Das Erstere wird nur gebraucht, wenn ein Bündniß mit einerfeierlichen, symbolischen Handlung geschlossen wird, das Letzteredagegen im Allgemeinen, wenn von einem Vertrag, Versprechen oder einerVerheißung die Rede ist. Auch das Argument von Wechsel von ib- und istmhätte Keil abweisen können. Das Perfectum Kal wird nämlich ebenso vomVater, wie von der Mutter gebraucht, bedeutet also ,,hat in die Welt ge-setzt". Dagegen wird das Jmperiectum mit 1 oder der Aorist nur von derMutter allein gebraucht, nach einem tyrannischen Sprachgebrauchs. Wenn alsodiese Zeitform angewendet werden soll, so muß stets ibm im Hiphil gesagtwerden. sDie Versuche, für jede einzelne Quellenschrift einen besonderen Sprach-gebrauch zu construiren, sind als völlig mißglückt zu betrachten. Wer wirklich derhebräischen Sprache mächtig ist, und sich im Detail davon überzeugen will,studire z. B. nur die Zusammenstellung bei Strack a. a. O. S. 43 — 53.sDamit ist auch dieses Argument beseitigt. Alle übrigen Scheinbeweise hatKeil gründlich abgefertigt, und es ist nichts als pure Rechthaberei, wenn dieseSchule sie noch immer geltend macht.
Nach dem Voransgeschickten steht es kritisch fest, daß die Genesis und diedamit zusammenhängenden historischen Partieen in Exodus ein einheitliches,künstlerisch angelegtes Ganzes, von einem einzigen Autor geschrieben, bildet.Wer es in Urkunden und Trümmer zerstückelt, hat kein Verständnih für einlitterarisches Kunstwerk, und mit einem solchen ist nicht zu streiten. Selbst deWette konnte sich des Gefühls nicht erwehren, daß sich durch Genesis und Anfangdes Exodus ein ursprüngliches Ganzes, oder, wie er sich in unklarer Vor-stellung ausdrückte, „eine Art von epischem Gedicht" hindurchzieht. Zugegebenivird auch, daß die Thora einen didaktischen Zweck verfolgt, daß der Verfasseralso nicht ein litterarisches oder ästhetisches Werk liefern, sondern belehren,eindringlich belehren wollte. Dis öfter gehobene Sprache und die poetischenPartieen haben nur diesen einen Zweck. Es gilt also zu ermitteln, was willdas Ganze, und was jedes Stück lehren, hat man die Lehrpointe ermittelt,so erkennt man auch den Zusammenhang; denn manche Geschichtsgruppen sindnur deswegen aneinander gereiht, um die darin angedeutete Idee recht scharfheraustreten zu lassen. Abrahams zuvorkommende, eifrige und geschäftigeGastfreundschaft wird der Engherzigkeit der Sodomiter gegenüber gestellt(Kap. l8—18); die Verworfenheit des Menschengeschlechtes wird Kap. 6, 1—7geschildert, um die Katastrophe der Sündfluth zu begründen. Das Hervorheben,daß alle Menschen von Adam und dann von Noa abstammen, will die philan-thropische Brüderlichkeit lehren. Die Japhetiten sind Brüder derSemiten und sollen in den Zellen Sems wohnen (9, 27); damit soll demRassenhaß entgegengetreten werden. Falsch ist es jedenfalls, Particularismusdarin zu erblicken. Nur die chamitischen Kanaaniter sind aus dem Bruder-Bunde ausgeschlossen, weil sie Jmpietät gezeigt und Unzucht getrieben haben.Man vertiefe sich nur in jede einzelne Geschichtserzählung der Genesis, so wirdman finden, daß sie mit Bedacht und Sinn an ihren Platz gestellt ist und mitihren Nachbarerzählungen Zusammenhang hat. Nitz sch nannte die Genesis„die Dogmatik des Gesetzes" und Oehler hat mit tiefem Verständnißaus der pentateuchischen Geschichte Theologie und Dogmatik gezogen; noch mehrist man berechtigt eine höhere Ethik daraus zu abstrahiren. Die Begeben-heiten werden stets unter den ethischen Gesichtspunkt gestellt. Der ethischeHintergrund ist überall sichtbar und deutet ethische Gesetze an. So wird bei