wurde, doch nicht in der fruchtbaren Gegend von Sichern geblieben ist, weildie Kanaaniter bereits im Lande waren, und er nicht in Streit mitihnen gerathen wollte, sondern lieber in die weniger fruchtbare, aber damalsnoch unbesetzte Gegend zwischen Bethel und AI und immer weiter bis in dieöde Gegend des Negeb nomadisirt hat (vergl. darüber Frankel-Graetz, Monatsschr.Jahrg. 1874, ll7 fg.), dieses abgerundete Stück zersplittert de Wette-Schraderin lauter Atome und weist die Trümmerstücke dreien verschiedenen Verfassernzu. Die Verse l bis 4a gehören dem prophetischen Erzähler, oder dem Jhwisten,der zweite Halbvers 4 und Vers 5 dem Annalisten oder der clohistischen Grund-schrift, Vers 6 a —o dem theokratischen Erzähler oder dem zweiten Elohisten;der Schluß des Verses p-mo m — welches den Mittelpunkt der ganzen
Erzählung bildet — wie 13, 7: pdxa rrn in -zpwni — sei ein Zusatz desJhwisten. Vers 8 wird wiederum in drei verschiedene Bestandtheile auseinander-gerissen. Und so geht es durch Genesis, Exodus, Numeri und zum Theil auchdurch Deuteronomium. Das ist nicht wissenschaftliche Kritik, sondern Boden-losigkeit und Rechthaberei.
Die Hauptstütze für die Annahme einer Doppelrelation hat Oehler (ins. Theologie d. A. T., 2 Bände 1873/4) vollständig zertrümmert, und dadurchhat sich der Spieß umgekehrt, der Beweis gegen die Einheit der Composition istin einen Beweis für dieselbe umgewandelt. Die auffallende Erscheinung, daßmit Genesis 2, 4 fg. eine scheinbar abweichende Schöpfungsgeschichte erzähltwerde, die durchweg den Gottesnamen ^ und eine scheinbar besondere
Einleitung onia-w p-mm a-navi rnibm ribn habe, hat Astrüc zu dem übereiltenSchluß geführt, mit diesem Verse beginne eine andere Urkunde, die durch denverschiedenen Gottesnamen kenntlich sei, und sämmtliche Ausleger und Jsagogistenbis auf geringe Ausnahmen stimmten ihm im Chorus zu. Dazu bemerkt Oehler(a. a. O. I. S. 77, Anmerk. 3): „Man wird es so unwahrscheinlich als möglichfinden, daß der Vers, so bornirt gewesen wäre, gerade zwei sich ausschließendeSchöpfungsurkunden an die Spitze zu stellen. Die zweite würde jadoch zum Theil das Wesentlichste weglassen, wenn sie eine solche sein wollte.Sie setzt voraus, daß Himmel und Erde geschaffen sind, aber noch keine Vegetationentwickelt ist, und dann berichtet sie die Schöpfung des Menschen . . da fehltdoch unendlich viel zu einem vollständigen Schöpfungsbericht. In Bezug aufdie Abgrenzung steht mir fest, daß die Worte -wv.i rnibm .nbn u s. w. zumVorhergehenden und nicht zum folgenden gehören." Oehler setztnoch weiter sinnig auseinander, wie der zweite Bericht mit dem ersten völligharmonirt, daß beide einen einzigen Vers, voraussetzen. Für uns genügt hierdie richtige Bemerkung, daß der scheinbare Anfang einer zweiten Urkunde mitdem Gottesnamen n-Tibn 'n weiter nichts als der Schluß der erste»Erzählung von der siebentägigen Schöpfungsgeschichte ist, unddaß in dieser Relation zuerst durchweg a-.-ibn und zum Schluß a'.nbx '.n gebrauchtwird. Oehler hat die Zusammengehörigkeit des Verses mit dem
voraufgehenden Stücke nicht erwiesen. Es läßt sich aber aus Parallelen aufsStrengste erweisen, daß das Pronomen stets verbindet; denn wenneine Trennung zweier inhaltlich nicht zusammengehörenden Erzählungen ange-dentet werden soll, so wird in der Regel .-wm, und nicht gebraucht. GenesisKap. 10 wird ein selbstständiger Bericht eingeleitet durch rn rnb,.-> undabgeschlossen Vers 31: ae> und 32: m 'w nnrE nim. Das. Kap. 25,
7, 12, 19 werden drei selbstständige, nicht zusammengehörende Erzählungen ein-geleitet durch nbm. Der Heimgang Abrahams wird eingeleitet durch: