Note 6.
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nicht anwenden. Denn welchem der angeblichen Verfasser, Diaskeuasten oderRedactoren sollen diese Partieen angehören? Nur Nöldeke hat es erkannt, daßdas Geschichtliche im Pentateuch nur Beiwerk, das Gesetzliche dagegen dasWesentliche ist (Untersuchungen z. Kritik d. alt. Test. 1869), und nur er undGraf sind auf diese legislativen Theile näher eingegangen. Der Letztere ge-langte aber zu Consequenzen, welche schon der einfache historische Tact als un-haltbar zurückweisen muß, und Beide konnten sich von der Hypothese nicht los-machen, daß der Autor des Pentateuchs doch noch einen später» Redactorvoraussetze. Dieser Punkt soll übrigens später zur Sprache kommen. Hiergilt es nachzuweisen, daß die Elohim-Jhwh - Urkundentheorie mit oder ohneDiaskeuasten nur ein schlechter Einfall ist und nicht einmal die Ehre verdient,als Hypothese zu figuriren.
Wir wollen uns eine Reihe von Versen vergegenwärtigen, in denen ent-weder der Name Jhwh vorherrschend ist, und dis doch auch den Namen Elohimenthalten und vias versa, woraus sich ergeben wird, daß diese Scheidungs-theorie auf Sand gebaut ist. — Genesis 4 gilt den Anhängern dieser Hypotheseals ein Jhwistisches Stück, weil dieser Gottesname Io mal darin vorkommt,aber hintereinander wird erzählt Vers 25u. 26: nip8 8mn in . . >8
'.v ovio. Das. 7, 16 in einem Verse: iipo cm8u wn m-. Das. 9, 26
bis 27: o'nbn ri-o ... cv m8n -pro. Das. Kap. 17 durchweg elohtstisch,aber im Eingang oion 8n nvi. Das. 28, 20 — 21 in einem und demselbenGebet m>v8n8 '8 >-n.-n . . . -isx v'.v8n .i'.-n vn. Kap. 30 durchweg elohistisch,
aber V. 24 vnn p >8 -io-, und ebenso Kap. 31 inmitten der eloh istischeuPartie V. 49 '.v yx'. In Exodus, in der schönen und abgerundeten Erzählungvon der ersten Offenbarung an Mose Kap. 3 kommt in 15 Versen 7 mal ll'.vbr-und eben so oft vor, und in V. 4 hintereinander om8n n8n nipu . . nvi.Das. 6, 3 in einem Athemzuge m vv'v. Und nun gar die
Offenbarung der Zehngebote das. 20, sie beginnt >n8nn 8o rm v'.n8n vviv
1'.v8n '.v . . Die feinsten Auslegungskiinste vermögen solche Thatsachen
nicht hinwegzuräumen'). Als wenn der Autor selbst diese Urkundentheorie hätteaä adsurcium führen wollen, gebraucht er ausnahmsweise ovv8n i»8v gerade ineinem sg. Jhwistischen Stücke (Exodus 14, 19), während sonst stets 'n 1x82vorkommt, selbst in elohistischen Partieen, wie Genesis 22, 11. Um die ganzeHaltlosigkeit dieser Methode kennen zu lernen, die genöthigt ist, um die sichausthürmenden Schwierigkeiten zu überwinden, den größten Theil des Penta-teuchs in lauter Trümmerstücke zu zerschlagen, vergleiche man die Uebersichts-tabellen bei de Wette-Schrader (Lehrbuch S. 274 fg., 280 fg., 289 fg., 294 sundjetzt z. B. Strack a. a. O. S. 40—53j). Um ein eklatantes Beispiel anzuführen,welches diese bodenlose Willkür der Diorthose charakterisirt, wollen wir einenAugenblick bei Genesis Kap. 12, 1 bis 9 verweilen. Dieses abgerundete undzusammenhängende Stück, welches Abrahams Gottvertrauen und Fried-fertigkeit darstellen will, wie er auf Gottes Geheiß ausgewandert ist, ohnezu wissen, welches Land Gott ihm und seinen Nachkommen zuweisen werde,und wie er, obwohl ihm hinterher das Land Kanaan als Eigenthum verheißen
s') Das Urtheil trifft auch die allermodernsten Ausleger. Vgl. z. B. dieKünsteleien und Ausflüchte Ed. Königs (Zinl in d. A. T. (1893), S. 196 f.zu Gen. 4, 25. 26, Klostermann's (Nene Kirchl. Ztschr. I, 717) zu Gen. 7, 16Holzingers (in s. Comm. zur Genesis (l898) zu Gen. 9, 26 f. 17, 1 (die„versteckten Finessen von ?."!) 22, 11 31, 49. Ex. 0. 3 u. c. 14.)