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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

und berechtigt zu sein, zusammenhängende Partieen zu trennen und sie ver-schiedenen Verfassern oder Redactoren und verschiedenen Zeiten zuzuweisen. Dasich aber viele Partieen widerhaarig gegen diese Zweitheilung erwiesen, so nahmendie eigensinnigen Ausleger, statt in ihrer Sicherheit erschüttert zu werden, einenoch weiter gehende Theilung und Scheidung vor. Mehrere begnügten sich miteiner Dreitheiluna in einer Grundschrift, eine Jhwistische Urkunde undnoch dazu eine Ergänz rings- oder Ue be rar b eit ring spartie; diese Ergänzungbeliebten Einige die Partie des zweiten Elohrsten zu nennen. Alanformulirte sogar, ohne irgend einen kritischen Anhaltspunkt dafür zu haben, viedrei Partien als eine annalistische, eine theatralische und eine prophe-tische. Andere gingen in der Zerstückelung noch weiter, so namentlich Ewaldund Knobel, ohne jedoch in der Scheidung eine Uebereinstinrnrung zu erzielen.Es würde zu weit führen, alle die Einsälle und Wiltkürlichkeiten auseinanderzusetzen, welche aus der Astrüc'schen Hypothese geflossen sind. Man lese dasNachwort von Merx zur zweiten Auflage von Tuchs Comment. über dieGenesis (1871) und Keils Lehrbuch derhistoriich-krit.Einl.ins a.Test. st!.Aust.1873,S. 72 fg. sund W. H. Green, die höhere Kritik des Pentateuchs. Deutschvon O. Becher (1807) S. 82 ff. Weitere Litteratur s. das. S. 203 ff. n.Strack Einl. in das alte Testament (5. Ausl., 1898> Z 96, S. 216 bis 219j;es ist eine vollständige Krankhsitsgeschichte der Versuche, den Pentateuch zu zer-gliedern, oder noch etwas Schlimmeres. Nicht zwei der tonangebenden Cxegetenoder Kritiker, obwohl von derselben Voraussetzung ausgehend, stimmen in Ver-theilung des Stoffes an die eine oder andere Quelle und in der Bestimmungder Abfassungszeit deiselben überein. Manche haben ihre früher ausgestellteAnsicht als falsch erkannt, bald autgegebeu und eine andere aufgestellt, die nichthaltbarer ist. Ein schlimmes Zeichen für die von der Astrüc'schen Hypothesedominirte Pentateuch-Kritik. Mit Recht nennt Merx diese Hypothesedie ver-hängnisvolle Astrüc'sche Entdeckung," der die geringen Fortschritte derPentateuchforschung beizumessen seien (Nachwort S OXV). Nur die Geschäfts-nachfolger de Wette's arbeiten mit ungeschwächten Kräften unter dieserbanquerotten Firma weiter fPräciseres über de Wette s. bei Green a. a. O.S. 106 ffj. .

Die Jrrthümlichkeit dieses Kriteriums zeigt sich von einer Seite so rechteclatant. Es wird in der Regel nur auf die Genesis und allenfalls auch aufdie historischen Partieen des Pentateuchs angewendet Auch bei oberflächlicherKenntniß des Hebräischen kann man auf diesem Gebiete leidlich operiren, hierein Glied amputiren, dort ein gesundes Stück ausschneiden denn ohne solchegewaltsame Operationen kann diese Schule nichts ausrichten und sich ein-bilden und Andere glauben machen, man habe mit solchen verstümmelndenOperationen einen Organismus geschaffen, der Hand und Fuß habe. Allein imPentateuch und namentlich in den drei letzten Büchern des Tetiateuchs. die sichdoch jedenfalls als ein abgeschlossenes Ganzes geben, befinden sich umfangreicheMassen von Gesetzespartien, die sich mit der Schablone Elohismus, Jhwis-mus und Deuteroelohismus schlechterdings nicht erklären lassen. Bei gründlicherBetrachtung stellt sich heraus, daß die Gesetzestheile den Kern und Mittel-punkt des Tetrateuchs und des Deuteronomiums bilden. E. Bertheau's grund-legende Forschung:die sieben Gruppen der mosaischen Gesetze inden drei mittleren Büchern des Pentateuchs" hat an dem constanten Zahlen-verhältniß die geschloffene Zusammengehörigkeit der legislativen Partieen zurfactischen Gewißheit erhoben. Darauf lassen sich dis landläufigen Formeln