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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
Entstehung
Seite
407
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Propheten und Psalmisten alsGottes Volk" x»r' bezeichnet. Daher

in Ps. 72 , 2 der Parallelismus:

pirr Pop pi-

2-IV22 1'2P1 .

Denn die ^uavriin oder Armen oder Dittder waren ganz besonders die Gott-suchenden (Ps. 22 , 27 ): i'w-n '.n W2L"I omp 122»<'; (Ps. 69 , 33 ): omp 1N2m2v'. Sie sind identisch mit denFrommen" undHerzensgeraden"(Ps. 32 , ll): 22 '22» 22 222.21 mp'iv '.22 M22>, und mit denen, welcheGottes Rechtsvorschrift aussühren (Zephanja 2 , 3 ): 22'n p-mn 'vp ^2 22 nn >Dp2120222. Sie waren dieGottvertrauenden" 12 2-02.2 oder 12 -om, undwurden ausdrücklich Heilige genannt (Ps. 31 , 10 ): pn '2 rvip nn ma-rumi> 2122,2. Nur eine eigensinnige verrottete Exegese kann leugnen, daß dieBezeichnung 221p, 2-n-2u, 2-i>2 von Jesaia abwärts von einer concretenVolksk lasse gebraucht wird, welche die Propheten und Psalmisten als denKern und das Herz des Volkes, als das eigentliche Volk Gottes,betrachtet haben, um derentwillen wunderbare Ereignisse und ein völliger Um-schwung eintreteu werde. Diese Klasse derGottvertrauenden" undGott-suchendsn" erhielt sich bis ins Exil, und sie bildete die Stammgsmeinde. Wenndie Propheten des Exils von der Erlösung und der Rückkehr verkündeten unddie Psalmisten davon sangen, so fügten sie stets hinzu, daß diese wunderbareVeränderung den^.nurvim" zu Gute kommen werde (vergl. Note 9 ). Hates eine solche Klasse vonGottsuchenden, Gottvertrauenden, Heiligen,Sanftmüthigen, armen Duldern" gegeben, so blieben sie wohl nichtvereinzelt, sondern verbanden sich ohne Zweifel zu einer eigenen Gemeinde.Auch dafür giebt es Andeutungen in der Litteratur; Ps. 89 , 6 kommt derAusdruck 2-2-2,2 8.2,2,Versammlung von Heiligen" vor. DieseHeiligen^bedeuten keineswegs die Himmlischen, sondern dieFrommen", wie Ps. 34(s. o. und Deuteron. 33 , 3 ). Der Sinn ist:die Himmel erkennen deineWunder an und deine Treue (die du bewährest) in der Versammlung derHeiligen". Ebenso muß Vers 8 gefaßt werden: .222 2-2-12,2 1122 pipi 8nGottwird verehrt in der großen Versammlung der Heiligen". Von Engeln kann indieser Stelle durchaus nicht die Rede sein. Eine Parallele dazu bietet Ps. 111 , 1 :22P1 2-22-- 2122. Hier haben wir unverkennbar eineRathsversammlung,"eineGemeinde der Geradewandelnden," d. h. der Frommen, ^navim, derHeiligen. Waren sie in einem Verbände vereinigt, so muß sie eine domi-nirende Persönlichkeit vereinigt haben, und das kann nur ein Prophetgewesen sein. Da nun, wie oben erwiesen ist, der Prophet Jesaia Jünger(2-2,28) oder Jünglinge <2-28-) um sich geschaart hatte, auf denen seine Hoff-nung beruhte, daß sie dem ganzen Hause Jakob's zum Muster dienen werden,auf daß auch dieses Gott heiligen soll, so kann man wohl annehmen, daß dieserProphet es war, welcher die . 4 .narvim zu einem Verbände vereinigt hat. Pro-phetenjünger waren sie nicht; denn diese Bezeichnung kommt in der Litteraturnach Amos nicht mehr vor. Die mmori 22 gehörten lediglich dem Zehnstämme-reich an. Als Jünger und Nachfolger Elia's und Elisa's beobachteten diese dieAeußerlichkeit des Nasiräerthums, wie aus Amos' Worten ersichtlich ist. Vondiesem Nasiräerthum ist bei den ^uanvim keine Spur vorhanden. Sie bildetenalso eine neue Institution im Reiche Juda, allerdings analog den Propheten-jüngern im Zehnstämmereich, aber doch verschieden von ihnen. Ihr Stifter war,man kann nicht daran zweifeln, Jesaia. Unter ihnen befanden sich unstreitigLeviten, welche im Tempel Gottes weilten und mit Gesang und Saitenspiel