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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

sind die Fürsten Judas zu verstehen, welche den Krieg und die Ver-theidigungsmittel unabhängig vom König und vielleicht gegen seinen Willengeleitet haben.

Auch andere Reden Jesaia's aus dieser Zeit sind gegen die Fürsten ge-richtet, so ( 28 , 14 ): nir, up.n Bei der Rüge gegen das Bündniß

mit Aegypten fehlt die Bemerkung nicht, daß die Fürsten es waren, welchenach Aegypten gegangen waren und dort als Unterhändler gewirkt haben(V. 30 , 4 ) i-snbm 1x122 w*).Die Fürsten waren in Tanis

und die Boten langten in Taphnae an." Gegen diese Fürsten ist auch derironische Passus gerichtet ( 32 , l. 5 ): iie" usL'LbUeber Fürsten (wird

der König) regieren, daß sie nach Recht herrschen sollen", d. h. der König wirdkünftig im Stande sein, die Fürsten dahin zu bringen, daß sie nicht, wie bisher,ungerecht richten und herrschen sollen. 821 mnib -np nipoder Verworfenewird nicht mehr ein Vornehmer, ein Fürst, genannt werden." Die mächtigejudäische Aristokratie ist in dieser Rede drastisch geschildert. Der sittliche Zorndieses und anderer Propheten ist lediglich gegen diese gerichtet Schebnawar der erste, mächtigste und unwürdigste unter den Fürsten Juda's.

Es ist absurd, anzunehmen, daß Schebna ein Ausländer gewesen sei, denAchas etwa ausgenommen, und dem er die mächtige Stellung übertragen hätte.Sollte ihn Chiskija auch noch beibehalten haben? So weit war es noch nichtgekommen, daß Ausländer das wichtigste Amt eingenommen haben sollten. Nein,Schebna war nur nicht vom Hause David's, wie Eljakim, sonst aber ein Judäer,aber er maaßte sich in seiner Macht das Höchste an, sich im Erbbegräbnis) derDavididen ein Grabmal auszuhauen. Darum interpellirte ihn Jesaia (V. 16 )22? ns ib 2222 w 2 S 'NI ns ib nr>,was hast duhier" und wem hast duhier", daß du dirhier" ein Grab aushaust?" Dashier" bezieht sich aufdas königliche Grabgewölbe auf dem Berge Zion. Die Stellung eines psdatirte schwerlich erst aus Chiskija's Zeit, sondern war schon vor.ihm vorhanden.Der hohe Beamte nwn bpüber den Palast" war wohl stets Verweser. Esläßt sich denken, daß dieses bedeutende Amt in der Regel von einem Seiten-verwandten des davidischen Hauses verwaltet wurde. Ein Nebenzweig desselbenwar das Haus Nathan, welches von einem Propheten neben das HausDavid's gewissermaßen paritätisch gestellt wird (Zacharia 12 , 12 ) 22-21

12b iro 22 22-212 .... 22b IN 2'2 22-222 12b 212S!2'L 212-NN2. Unter derFamilie des Hauses Nathan" ist wohl unstreitig die jenes Nathan,des Sohnes David, zu verstehen, welche der regierenden Familie am nächstenstand. Da diese Rede Zacharia's II. aus Jojakim's Zeit stammt (s. 0. S. 398 ),so geht daraus hervor, daß die Familie Nathan sich bis zuletzt, bis zum Unter-gang des Staates erhalten hat.

Die jüdische Aristokratie bestand aus drei Klassen: Die eine bildeten diePrinzen (1222 22), Oheime, Vettern des jedesmaligen Königs und die Nach-kommen der jüngeren Linie (vgl. 0. 332 , N. 1 ). Die zweite Klasse waren dieGeschlechter, die 2,28.2 -emi, auch v-rpi und 2-^2 genannt. Die dritte bildetendie jedesmaligen Hofbeamten, die Palatini, die -822 '22p. Jeremia 34 , 19 sinddie -le, genannt, und gleich darauf ,'iv, ,2'pi2 (B. 21 ). Unter

jenen ist der Geschlechts- und unter diesen der Hof-Adel zu verstehen. AusJesaia 5 , 8 fg. geht hervor, daß die Aristokraten auf Latifundien ausgingen,Haus an Haus und Feld an Feld rückten.

') Selbstverständlich muß statt rm gelesen werden 222S22 ISo auchEheyne und Marti z. Stellej.