Note 3.
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denn daß die Partie Zach. K. 9. 10. II und 13, 7—9 zusammengehören undein einziges Stück bilden, braucht nicht mehr bewiesen zu werden. Den Schlußvon K. 9 setzt 10, 1—2 fort. An diese Verse schließen sich die folgenden Versebezüglich der Hirten oder Fürsten (mxi) an, und die Drohung gegen diegewissenlosen Hirten wird 11, 3 fg. bis zu Ende fortgesetzt. Nun wird in diesemStücke geradezu der Untergang dreier Hirten oder Fürsten in einem Monat imZehnstämmereich erwähnt <11, 8): inn ni-? re-ir- cm Es kommt nun
darauf an, zu constatiren, welche Könige darunter gemeint sein können. EwaldsHypothese, daß es sich ans den rasch auf einander folgenden Untergang desletzten Jehuiden Zacharia, seines, einen Monat regierenden, Mörders Schallumund eines gewissen Kobal-Am bezöge (nach Könige II. 15, lOf.g) ist unhaltbar,da unmöglich ein Personenname sein kann, sondern sin Localname ist
(ogl. o. S. 90, 2 s»nd die Bemerkung dazu. Vgl. auch König, S. 369 fs.j).Dagegen werden deutlich drei Personennamen in der Erzählung vonPekach'sVerschwörung gegen Pekachja (K. das. 15, 25) genannt, (nmps bp) vbp
me'On min .nmn.i um omx rm . . . pilliro mon . . n^°>. Der Passusist zwar dunkel, vielleicht lückenhaft. Aber so viel ist gewiß, daß nn hier nurAkkusativbedeutung haben kann, weil das Präpositionale gleich darauf durch cpgegeben ist. Der Vers sagt also aus, daß Pekach nicht bloß Pekachja, sondernauch einen Argob und Arjeh getödtet hat sdies. Auffassung hat I^XX stno. z.St. In den Linsiulatioues macht jedoch der Vf. einen anderen Vorschlag.Vgl. übrigens auch die Bemerkungen von Klostermann und Benzinger z. St.j.Von diesem Factum scheint Zacharia zu sprechen: „Ich ließ vernichten dreiHirten in einem Monate." Diese Annahme ist um so wahrscheinlicher, alsZacharia unter dem thörichten, gewissenlosen König (11, 15 fg. 13, 7 fg.) keinenanderen als Pekach gemeint haben kann. Mit Recht setzen daher mehrere Aus-leger Bertheau, Credncr unv Andere diese Reden Zacharia's in die ZeitPekach's. V. 10, 16 pinw n>'i mpL .im will keineswegs das Auftreten desthörichten Hirten für die Zukunft andeuten, sondern ist lediglich ein Referat desPropheten, über das, was Gott ihm schon früher verkündet hatte, wie1l,4fg andieHand giebt. V. 11, 14 spielt auf die beginnende feindselige Haltungdes Zehnstämmereiches gegen Juda an bniw' p 2 i niim nmnn nn i-mh *), waseben nur unter Pekach vorgekommen ist, der gegen Juda Krieg geführt hat. Vergl.darüber Frankel-Graetz Monatsschrift, Jahrgang 1874, S.486 fg., wo erwiesenist, daß Zacharia noch vor der Invasion des Tiglat-Pileser gesprochen habenmutz, also noch nicht zur Zeit Achas, sondern noch zur Zeit Jothains. DasExil eines Theils der Israeliten in Assyrien, worauf dieses Stück hinweist(10, 10—II), bezieht sich auf Phul's Invasion und theilweise Deportation derIsraeliten. Es folgt also daraus, daß der ältere Zacharia zwei Reden gehaltenhat: die eine (Kap. 9—10) tröstend nach Phul's Invasion, und die andere(Kap. 11 und 13, V. 7—9) kurz vor Tiglat-Pileser's Einfall zur Zeit Pekach's.
^) Die Verse 9, 13—15, vom gemeinschaftlichen Handeln Juda's undEphraim's unter einem friedlichen König (vgl. 10, 10) enthält einen räthsel-haften und den Zusammenhang störenden Passus m -pm -pm m-nu-i. Wie
kommt Jawan hierher? Haben denn die Ionier eine so nachtheilige Ein-wirkung auf die beiden Reiche ausgeübt, daß gegen sie eine Strafandrohungausgesprochen werden sollte? Setzt man statt -pw die Emendation im r-L- -pmund erklärt i>v in der Bedeutung „hinzu", so ist der Passus verständlich undpaßt zum ganzen Gedankengange. „Ich werde deine Söhne, Zion, erwecken zudeinen Söhnen, Schomrom". sVgl. noch Kuenen a. a. O. S. 392 u. Königa. a. O. S. 370.j