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Geschichte der Juden.
war, warum sollte er nicht an den Nachbarvölkern, welche sein Volk früher sosehr mißhandelt hatten, Rache genommen haben? Gerade die Erwähnung dessonst wenig genannten Volkes der -mpr: in der Chronik beweist die Geschicht-lichkeit dieser Nachricht, I-XX übersetzen v'npQ und auch das folgende urwv'nvp.i durch Nach Strabo wohnte die Minäer am rothen
Meere. Da Usia die Hafenstadt Ailat erobert hatte, so muß er mit den Minäernin Berührung gekommen sein. Daß diese Nachricht nicht in Könige erwähntwird, beweist nichts dagegen. So manche echt historische Nachricht in derChronik fehlt in jenem Buche und ist entweder vom Sammler übergangenworden oder ausgefallen.
II. Hosea II. und Zacharia I.
Es ist durchaus nicht zu verkennen, daß der Styl in den ersten drei KapitelnHosea's gerade so grundverschieden ist von dem der übrigen Kapitel, wie dieletzten sechs Kapitel Zacharia's von den ersten acht abstechen. In der erstenPartie Hosea's meistens Symbolik, in der zweiten keine Spur davon; in derersten eine fortlaufende ruhige Diction, in der zweiten lauter Sprünge undAphorismen sVgl. dagegen Kuenen's Bemerkungen a. a. O. S. 32g, Nr. 13und König, Einl. in das A. T. (Bonn 1893), S. 310j. Diese Styldifferenzhat die Ausleger darauf geführt, zwei Theile in Hosea's Schrift anzunehmen;das genügt aber keineswegs. Beide Theile können unmöglich einem und dem-selben Autor angehören, und ein Prophet, der noch zur Zeit Jerobeam's II.gesprochen hat, kann kaum ein halbes Jahrhundert später noch gelebt habensVgl. dagegen Kuenen a. a. O. Nr. 12j. Deutliche Anspielungen in derzweiten Partie führen nämlich auf die Zeit kurz vor dem Untergang desZehnstämmereiches. Die Ueberschrift giebt an, daß Hosea noch zur Zeit Hiskija'sgesprochen habe. Das kann richtig sein, nur nicht derselbe Hosea, sondern einAnderer, der vielleicht denselben Namen geführt hat, und darum sinb vielleichtdie Blätter beider zusammengelegt worden. So wie man mindestens zweiZacharia, einen älteren und einen jüngeren, annimmt, ebenso berechtigt ist man,zwei Hosea zu unterscheiden. Allerdings liegt für die Annahme zweier Pro-pheten, Namens Zacharia, eine Andeutung vor. Der jüngere nachexilischsZacharia wird als niix bezeichnet (Esra 5, 1 suno 6, 14^), dagegen
wird ein älterer zur Zeit Jesaia's und Achas m-riv' n'iri genannt (Jesaia 8, 2).Da dieser neben dem Hohenpriester Uria als „bewährter Zeuge" (;vnr ip)bezeichnet wird, so war er höchst wahrscheinlich ein Prophet. So ist es erklär-lich, daß die Sammlung des prophetischen Buches Zacharia in der Ueber-schrift den Vers, nennt: p .i'-w? (auch Zach. 1,4), obwohl er an
der andern Stelle nur Sohn Jddo's genannt wird. Weil beide Schriften, diedes BewBerechja und die des Ben-Jddo in eins Sammlung gebracht wurden,so entstand der Jrrthum, als wenn sie einem einzigen Propheten Zacharia an-gehörten und dieser ein Sohn Berechja's und Enkel Jddo's gewesen wäre (Sobereits bei Knobel, Prophetismus der Hebräer (Breslau 1837) II, 173 f., demvon den neueren Exegeten z. B. auch Kuenen (a. a. O. S. 407) folgtj. Fürzweierlei Hosea fehl! aber eine solche Andeutung.
Nichts desto weniger muß man eben so gut zwei Propheten Hosea, wiezwei Propheten Zacharia annehmen. Der jüngere Hosea, und der ältere Zachariawaren Zeitgenossen. Die Ausleger konnten nicht übersehen, das; Hosea II. oder,wie sie es nennen, der zweite Theil Hosea eine anarchische Zeit voraussetzt,wie sie erst nach Jerobeam II. eingetreten rst. Dasselbe gilr von Zacharia I,