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Geschichte der Juden.
ob man zu iw (Z. 2) 211 ergänzen und iwn lesen darf. Was Schlottmann
aus diesem Beinamen folgert (Stud. und Krit. Jahrg. 1871, S. 606), ist unbe-
gründet und für die Geschichte gleichgültig, ebenso, ob man (Z. 3 — 4) lesensoll, pvi 112 mit Schl, oder pviw mit Oppert (Journal asiatiqns XV, p> 522).pi-vi (Z. 4) ist ein Unwort, dafür phn (owhii) zu lesen, ist nur errathen. VonZeile 5 an enthält die Inschrift Andeutungen bezüglich Israels, seiner Königeoder seines Königs und des Verhaltens zu Moab und Mesa. Leider ist hierder Text ganz unverständlich. Mit den letzten Worten der 4ten Zeile beginntdie Verlegenheit, sie sind unleserlich und dadurch ist auch der Sinn der folgen-den Zeilen verdunkelt. Soll man Z. 4 das p am Ende >iip') lesen, oder iip?Omri ist allerdings deutlich genannt (Z. 7) aber in einer Verbindung, diekeine rechte Vorstellung giebt, auch abgesehen von der Lücke. — (Z. 8): 'iip vw,
>io 2 vn N 21 n . . r . . . im gäbe allerdings einen Sinn, wenn Medaba, ein
Land oder ein Territorium oder mindestens eine wichtige Stadt wäre, daßman davon sagen könnte: „Omri habe das Land Medaba erobert'' und dem-gemäß lesen könnte ^2111 p-m im »np v-m. Aber so oft in den biblischen undnachbiblischen Relationen von dieser Stadt die Rede ist, wird ihr immer nureine untergeordnete Bedeutung beigelegt. Zudem soll das Wort nai ii zwei-silbig geschrieben und ein Trennungszeichen dazwischen gesetzt sein. Dann ist esvielleicht gar nicht Medaba? Endlich kann io 2 vn nicht bedeuten: „er setzte sichdarin fest." Denn Omri wird wohl schwerlich sein Hnuptland verlassen haben,um seinen Wohnsitz in Medaba oder selbst in Moab zu nehmen. Man mußvielmehr lesen ,2 2 ^, (ebenso Z. 19): „er machte Gefangene darin." Kurz, ge-rade der leitende Vers, welcher Licht auf die dunklen Partieen werfen sollte,ist selbst dunkel oder mindestens nur halb verständlich.
Dunkel ist jedenfalls Z. 5, selbst ohne Berücksichtigung des vorangehendenunleserlichen Wortes ' ' ' p svgl. Anm. 1s und des vereinzelt stehenden ,. DieEntzifferung der meisten Ausleger pi 2 »i in upn bn-m" -fii, als ob einKönig von Israel Moab gequält hätte, ist gewiß nicht richtig. Denn, wie mitRecht dagegen eingewendet wurde (Z. d. D. M. G. das. S. 218) kann das Verbumnicht Singular sei». Die Spracherscheinungcn i» der Inschrift berechtigennicht dazu, eine solche abstruse Form anzunehmen; eben so wenig kann Zeile 6ono in uxn erste Person Jmperfecti sein. Eher empfiehlt sich die Entzifferung(das.) rni in upn hnie" ' 2 ^ 1 , daß von Königen Israels im Plural die Rede sei.Dann sind freilich die darauf folgenden Zeilen erst recht unverständlich. Undin der That bleibt das Meiste in der Inschrift unverständlich; man darf sichdarüber keiner Täuschung hingeben: in upn ni o, uni i, . . . a is)ir,11221 io nin, . . . iin >i >2 ans giebt schlechterdings keinen annehmbaren Sinn.Noch dazu ist die Auslegung von qi>i mit dem Nccusativ: „es folgte auf ihn"durchaus absurd zu nennen. Aus ian irn hnir-'i ist nichts zu machen, dennden Sinn, der zunächst sich ausdrängt „Israel ging oder geht unter oder wirduntergehen," kann es nicht haben, da es zum folgenden Passus nicht stimmt.Mit viel mehr Recht nimmt Oppert üi>p als Eigennamen an und übersetzt:„sd Israel a ooinplersineur ausandi 'Xlman."
Die Hauptdunkelheit liegt darin, daß man die Zeit nicht chronologischfixiren kann. Denn sie aus Z. 8—9 zu ermitteln, ist schlechterdings unmöglich,da sich gerade hier bedauerlicherweise eine Lücke findet.
s*) Die Lesung np am Ende von Zl. 4 und > am Anfang von Zl. 5 — '-wpscheint fest zu stehen.^