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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
Entstehung
Seite
387
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Jerusalem soll im letzten Schild (133) angedeutet sein, von dem nur nochdie Hieroglyphen Jura zu lesen sind. Uebrigens, da die Inschrift oberhalb derFiguren angiebt, daß Scheschenk Völker des Nordens und Südens unterworfenhat, so ist es vielleicht gar vergebliche Mühe, in den Inschriften der Schilderlauter Namen judäischer Städte zu suchen. Können nicht auch Städtenamenanderer von Scheschenk eroberter Länder aufgeführt sein? sVgl. jetzt M.Müller,Asien u. Europa nach altägyptischen Denkmälern, 1893, S. 166172s.

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Der Mesa-Ktein oder die moabitische Inschrift von Dhiban.

Die sogenannte Mesa-Jnschrift ist vielleicht interessanter wegen desAufsehens, das sie bei der Nachricht von ihrer Entdeckung gemacht hat, als wegender historischen Ausbeute, die sie liefert. Die Nachricht von dem Funde machtedie Runde durch sämmtliche europäische Zeitungen, und die Orientalisten,berufene und unberufene, glaubten es ihrer Ehre schuldig zu sein, die Ent-zifferung der Inschrift zu versuchen und in Zeitschriften und Zeitungen demPublikum Kunde davon zu geben. Die Thatsache verdiente allerdings die Auf-merksamkeit, die sie erregte. Es war, als wenn der König Mesa von Moab,ein seit 2750 Jahren Verstorbener, plötzlich seinen Sargdeckel gesprengt undunter die Lebenden getreten wäre. Die biblische Erzählung von Mesa ist alsobewahrheitet; denn der König von Moab hat wirklich existirt; ein Stein miteiner Inschrift, den er zum Andenken aufgestellt hatte, legt Zeugniß von ihmab und mittelbar auch von der israelitischen Geschichte, welche im Buche derKönige erzählt wird. Der israelitische Königsname, Omri, ist darin deutlichgenannt. Das war die überraschende Thatsache, für die sich das Publikumaußerordentlich interessirt hat, gerade so, als wenn man eine Steininschrift vonTroja entdeckt hätte.

Viel mehr Interessantes bietet aber der Stein nicht. Manche Wörter undganze Zeilen sind nicht mehr leserlich, und außerdem hat ein böses Geschick esso gefügt, daß gerade das Wissenswerthe in der Inschrift nicht mehr entziffertwerden kann. Die Entdeckung selbst hat nämlich auch eine Geschichte mit Ent-wickelungsstadien. Den ersten Anfang muß man nicht in Clermont-Ganneau's Bericht suchen, sondern in Petermanns Berichtigung (Zeitschriftd. D. M. Ges. 1870, S. 640 fg.). Ein Prediger Klein aus dem Elsaß, der1868 die Gegend des todten Meeres besuchte, hatte erfahren, daß auf einemTrümmerhaufen von Dhiban im ehemaligen Moabiterlande ein schwarzerBasaltblock mit phönicischen Inschriften läge, und er machte sich dahin auf, ihnin Augenschein zu nehmen. Als er darauf dem preußischen Generalconsulat,damals von dem Geographen Petermann vertreten, Nachricht davon gab,bemühte dieses sich, in den Besitz des interessanten Steines zu gelangen, wendeteaber nicht die geeigneten Mittel an. Es hat zu viel und zu wenig Eifer dafüran den Tag gelegt und dadurch die Aufmerksamkeit der Beduinen jener Gegend,der Beni Hamide, auf den Werth desselben gelenkt und doch nicht die rechtenWege eingeschlagen, um sie zur Auslieferung des Steines zu gewinnen. Daes zu viel officielle Schritte gethan hatte, erregte es die Gewinnsucht des Paschaund den Haß der Bevölkerung gegen diesen, die ihm den Gewinn nicht gönnte.Es scheint, daß sich auch ein Stück Aberglaube darein gemischt hat. Die Beduinenhielten den schwarzen Stein mit den eigenthümlichen Figuren für das Werk

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