Der Prophet Jeremia.
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griechischen Flotte, eroberte diese Insel, landete in Phönicien, nahmSidon und andere Städte ein, führte einen Seekrieg gegen die LyrischeFlotte und entführte reiche Beute aus den phönicischen Städten ^). InFolge dieses glücklichen Zuges des Hophra schöpften die Judäer Hoff-nung, daß er anch Judäa in Besitz nehmen nnd es ihnen wiedererstatten werde. Aus dieser Täuschung wollte sie der greise ProphetJeremia reißen. Er hatte ohnehin auf dem Herzen, ein scharfes Wortmit den ägyptischen Judäern zu sprechen, weil sie, durch das Unglück„ngewarnt und nngebeffert, in Aegypten wieder den Cultus der GöttinNeith, der sogenannten Himmelskönigin, angenommen hatten. Beidieser Sucht, das Fremde hochzustellen, ließen sie in unbegreiflicherVerblendung das Eigene nicht fahren, riefen noch immer den NamenJhwh an und schwuren bei ihm 2). Zum letzten Mal, ehe er in'sGrab stieg, wollte ihnen Jeremia sagen, daß sie bei dieser unverbesser-lichen Thorheit nimmermehr werden die Heimat Wiedersehen können.Er berief daher die Judäer, welche in Migdol, Taphnä, Memphisund Saks (?) wohnten, zu einer großen Versammlung in Taphnä zu-sammen^). Noch stand er in solchem Ansehen bei ihnen, daß sie seinemAufrufe Folge gaben. Den Versammelten hielt er die Thorheit unver-blümt vor Augen. „Warum wollt ihr euch selbst Unglück zufügen,damit kein Rest von euch bleibe, indem ihr sortfahret, Gott mit euremGötzendienst auch in der Fremde zu höhne»? Habt ihr das Unglück,das eure Vorfahren und euch selbst betroffen, vergessen? „Nun, ichwerde", spricht Gott, „an Allen, die in Aegypten wohnen, so ahnden,wie ich an den Bewohnern Jerusalems geahndet habe, mit dem Schwerte,mit Hunger und Pest. In das Land Juda, nach dem ihr euch sehnet,werdet ihr nicht zurückkehren, es sei denn als Flüchtlinge". — So tiefwurzelte indeß die götzendienerische Verkehrtheit in ihren Herzen, daßsie sich deren offen rühmten und dem Propheten in's Gesicht sagten,daß sie nicht davon lassen würden. Am frechsten geberdeten sich dieWeiber. „Das Gelübde, das aus unserm Munde ging, der Himmels-königin Räucherwerk und Weinopfer darzubringen, werden wir erfüllen,wie wir und unsere Väter es in den Städten Juda's und in denStraßen Jerusalems einst gethan. Damals hatten wir Fülle an Brod,wir waren glücklich und sahen nicht Unglück. Seitdem wir aber auf-'s Herodot II, 181. Diodor I. 68; vgl. Movers das. 451, 458 fg. Weyerdas. 5SS ff.).
2) Jer. 44, 26.
Das. 44, 11 sg. Der Localname cnns das. kann unmöglich Oberägyptenoder Theben bedeuten; so weit südlich haben sich schwerlich Judäer niedergelassen.Es scheint weit eher Saks zu bedeuten, das damals Hauptstadt des Landes war.