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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

des Restes war daher, nach Aegypten auszuwandern, ehe noch Nebu-kadnezar feindselig gegen sie Verfahren konnte. Die Führer, und anihrer Spitze Jochanan, Sohn Kareachs, richteten daher ihre Schrittesüdwärts. Bei Bethlehems machten sie Halt, weil Bethlehem selbstwahrscheinlich zerstört war. Inzwischen machte sich eine ruhigere Stimmunggeltend, und der Gedanke tauchte auf, ob es nicht rathsamer wäre, sichan's Vaterland anzuklammern, als ein fremdes Land aufs Ungewissehin aufzusuchen. Wie es scheint, hatte Baruch diesen Gedanken ange-regt^) und damit bei einigen Häuptlingen Anklang gefunden. Andereaber waren dagegen, besonders scheint sich Jesanja, aus der FamilieMachat, dem Vorschläge widersetzt zu haben ff. Bei dieser Meinungs-verschiedenheit über einen Plan, von dem das Wohl und Wehe soVieler abhiug, beschlossen die Führer, Jeremia die Entscheidung zuüberlassen. Er sollte sich an Gott betend wenden und von ihm eineprophetische Weisung erbitten, welchen Weg sie gehen, und was sieunternehmen sollten. Sie riefen dabei Gott zum Zeugen an, daß siesich seinem Ausspruch, ob günstig oder ungünstig, unterwerfen würden.

Zehn Tage rang Jeremia im Gebet, daß die richtige prophetischeErleuchtung seinen Geist erhellen möge. Die Trübsale, die er durch-gemacht hatte, scheinen seinen Blick zuletzt verdunkelt zu haben. In-zwischen hatte sich die Stimmung der Führer geändert, alle warenjetzt mehr zur Auswanderung entschlossen. Als Jeremia die Häuptlingeund das ganze Volk von Groß bis Klein zusammen berief, um ihnenzu eröffnen, was der prophetische Geist ihm geoffenbart hatte, daß sieim Lande bleiben und sich nicht vor Nebukadnezar fürchten mögen, erwürde ihnen Gnade zumenden, sie wieder im Lande wohnen und darineinwurzeln lassen als Jeremia ihnen das eröffuete, merkte er, daßihre Mienen bei dieser Entscheidung finster blieben. Er fügte daherdrohend hinzu, daß, falls sie auf der Auswanderung bestehen sollten,sie das Schwert, das sie so sehr fürchteten, erst recht erreichen werde.Keiner von ihnen werde je das Vaterland wieder sehen, sie würdensämmtlich durch vielfache Plagen in Aegypten uutergehen. Kaum hatteJeremia die Rede beendet, als ihm Jesanja und auch Jochanan zuriefen:Du verkündest Lügen im Namen Gottes. Nicht er hat dir die Worteeingegeben, sondern dein Jünger Baruch". Ohne sich weiter zu besinnen,

ff Die L.-A. für die Localität bei Bethlehem das. V. 17 onsr .inr istzweifelhaft. LXX haben: die syrische Version hat

n-nn, d. h. ^Tenne". Keineswegs bedeutet das Wort eine Karavanserei.sVgl. Giesebrecht z. St. u. Buhl a. a. O. S. 156.)

ff Folgt aus 43, 3 das.

ff Folgt aus 43, 2. sDuhm hält Asarja, vgl. 42, 1, für die richtigere L.-A.s.