Jsmaöls Unthat in Mizpah.
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ihnen entgegen, lockte sie in die Stadt, trennte sie von einander und ließsie einzeln tödten bis auf zehn Mann, welche ihm geheimgehaltenen Mund-vorrath ausznliefern versprachen *). Die Leichname der erschlagenensiebzig Männer ließ Jsmasl in eine große Cisterne werfen, die derKönig Aßa bei Mizpah angelegt hatte. Nach dieser Unthat schlepptenJsmasl und seine zehn Gehülfen die in Mizpah versammelte Mannschaft,meistens Frauen und Kinder, darunter auch die Töchter des KönigsZedekia, den greisen Propheten Jeremia und seinen Jünger Baruch indie Gefangenschaft, um sie über den Jordan nach Ammonitis zu bringen.Dort glaubte der Frevler sicher zu sein, von dem Racheschwert des Königsvon Babylon wegen der Ermordung des Statthalters und von derchaldäischen Truppe nicht erreicht zu werden. Was wollte Jsmaslmit den Gefangenen in Ammonitis anfangen?
Indessen so heimlich er auch sein finsteres Werk betrieb, langeverschwiegen konnte es nicht bleiben. Jochanan und die übrigen Häupt-linge hatten Kunde davon erhalten und waren nicht wenig entrüstetdarüber, des Stützpunktes beraubt zu sein und in's ungewisse Abenteurer-leben wieder znrückgeworfen zu werden. Eiligst rüsteten sie sich, umdie Frevelthat gebührend zu züchtigen. An dem ersten Rnhepnnkt, dendie Mörder erreicht hatten, an dem Teiche bei Gibeon, kamen Jochananund die übrigen ihnen entgegen und schickten sich zum Kampfe gegensie an. Beim Anblick der Hilfsschaar eilten die Gefangenen auf sie zu.Ein Handgemenge scheint sich doch entspannen zu haben, da zwei LeuteJsmasls gefallen sind 2). Dieser entkam aber mit acht Mann, ging überden Jordan und kehrte nach dem Lande Ammon zurück. Sein verruchterAnschlag war gelungen, das judäische Gemeinwesen war durch den TodGedalja's aufgelöst.
Die Uebriggebliebenen waren rathlos. Was sollten sie beginnen?Im Lande zu bleiben, fürchteten sie sich, weil voranszusehen war, daßNebukadnezar, wenn auch nicht den Tod Gedalja's, so doch denTod der Chaldäer nicht ungeahndet und sie als Mitschuldige seineRache entgelten lassen werde. Aber auch ohne diese Furcht, wiekonnten sie sich im Lande halten? Wer sollte Oberhaupt sein und dieungefügen Glieder zusammenhalten? Wer sollte sie gegen die Feindein der Nachbarschaft schützen, die nur darauf lauerten, sie zu vernichten,damit Israels Namen nicht niehr genannt werde? Der erste Gedanke
h Das, 4l, 5—6 statt ib.i haben IlXX »,'rot x«t
t'x-,«i.ov, d, h, ,1021 -sil ll'271 1 L 1 , was viel richtiger ist, da es sich auf dieFestwaller aus Schilo, Sichern und Samaria bezieht. Warum sollte auch Jsmaslgeweint oder sich weinend gestellt haben? lSo auch Duhm z, St.i,
2) Folgt aus 41, 15 das.