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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

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wenige judäische Flüchtlinge haben Aufnahme in einigen phönicischcnStädten gefunden, so in Sarepta (Zarphat) bei Sidon und inAradus*). Phönicien war zu weit von Judäa entfernt, und ehe siedahin gelangten, wurden sie von den Chaldäern eingeholt und gefangen.

Die meisten Kriegsobersten und ihre Leute, welche mit Zedekiaaus Jerusalem entkommen waren, zogen es daher vor, im Lande zubleiben. Sie klammerten sich an den Boden, der sie geboren, alskönnten sie sich nicht von ihm trennen. Es waren Joch an an von derFamilie Kareach, Seraja von der Familie Tanchumeth, die Bene-Ephai aus der bcnjaminitischen Stadt Netopha und Jesanjahu,Sohn Schemaja's aus der Familie Maachat. Aber sie mußtenSchlupfwinkel aufsuchen, um nicht von den im Lande zurückgelassenenChaldäern gefangen zu werden. In den Klüften, Grotten und Höhlender Gebirge oder in Trümmerhaufen zerstörter Städte verbargen siesich, machten wohl auch von ihren Schlupfwinkeln aus Ausfälle, umNahrungsmittel anfzusuchen oder vereinzelte Chaldäer und Anhängerderselben anzugreifen ^). Eine eitle Hoffnung belebte ihren Muth.Sie sprachen:Abraham stand allein und wurde Erbe des Landes, undwir sind ihrer viele, so werden wir den Besitz des Landes ertrotzen").Dieser Ueberrest der Judäer war aber öfter gezwungen, für dieFristung ihres elenden Daseins von seinen Schlupfwinkeln aus mitGefahr Lebensmittel aufzusuchen. Wurden sie gefangen, so warteteihrer ein schmählicher Tod oder eine beschimpfende Mißhandlung.Vornehme, wenn sie alt waren, wurden erhängt, jüngere wurdenverurtheilt, Mühlen von Ort zu Ort zu tragen und andere Sklaven-dienste zu verrichten. Aus dieser verzweiflungsvollen Lage heraus, ander er selber betheiligt war, dichtete einer der Sänger jenes herzzer-reißende Klagelied, das sich mit seinen kurzen Versen wie Schluchzenund Weinen ansnimmt.

Gedenke, o Gott, was aus uns geworden,

O, schaue und sieh, unsere Schmach!

Unser Erbe ist den Eroberern zugewendet,

Unsere Häuser den Fremden.

Waisen sind wir geworden, ohne Vater,

Unsere Mütter gleich Wittwen.

Unser Wasser müssen wir für Geld trinken,

Unser Holz um Tausch holen..

An unserm Halse werden wir verfolgt,

') S. Note 3.

2) Folgt aus Jeremia 40, 78;Monatsschrift, Jg. 1870, S. 270 fg.

3) Ezechiel das. V. 24.

Ezech. 33, 24 fg. Vgl. Frankel-Graetz,

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