Zedekia's Treubruch gegen Nebukadnezar.
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Nachbarvölker zu feindlicher Haltung gegen Babel ermuthigte undihnen Beistand versprach. Auf Psammetich II. war sein Sohn Apries(Hofra, Chophra, Uaphris) gefolgt, welcher ein unternehmender Königwar und lange regierte (590 — 571). Er versprach nicht nur demKönig Zedekia Hülfstruppen und Rosse, sondern zog auch einmal miteinem großen Heere aus, um die Chaldäer aus Juda zu verdrängen ^).An Apries hatte sich Zedekia eng angeschlossen und sein ganzesVertrauen auf ihn gesetzt. Unter diesen Umständen, bei einer solchenfeindlichen Verbindung der Völker vom Libanon bis zur GrenzeAegyptens diesseits und jenseits des Jordan, hat es ohne ZweifelNebukaduezar bedenklich gefunden, den Treubruch Zedekia's durch einenraschen Kriegszug zu züchtigen. Er mußte erst ein kriegstüchtiges,zahlreiches Heer mit Belagerungswerkzeugen ausrüsten, und dazugehörte Zeit. So konnten sich die Bewohner Juda's und namentlichdie Hauptstädter immer tiefer in den Wahn hineinleben, daß der ZornNcbukadnezar's sie nicht ereilen werde. Die Propheten, welche stetsHeil verkündeten, schienen Recht zu behalten, Jeremia's Prophezeiungdagegen Lügen gestraft zu sein. Selbst diejenigen, welche ihm Glaubenschenkten, trösteten sich damit, daß die von ihm ausgegangene Straf-androhung nicht zu ihrer Zeit eintreffen werde. Es bildeten sichgeflügelte Worte in Juda: Die Einen sagten: „die Tage werden sichhinziehen und die unheilvolle Prophezeiung wird untergehen (sichnicht erfüllen)", die Andern: „die Prophezeiung ist für eine langeFrist und für spätere Zeiten" 2 ).
In Jerusalem herrschte gewiß ausgelassene Freude während derJahre, in denen das so gefürchtete chaldäische Heer sich nicht blickenließ. Unter den babylonischen Exulanten war der Freudentaumel nichtminder groß, wenn er auch an sich halten mußte. Ihre Sehnsucht,aus der Verbannung in's Vaterland zurückzukehren und dort ihreehemalige hervorragende Stellung wieder einzunehmen, spiegelte ihnendie entfernte Aussicht als nahe Hoffnung und die Hoffnung alsWirklichkeit vor. Die falschen Propheten, Achab und Zedekia, fuhrenfort, die Verbannten in ihrer Selbsttäuschung zu bestärken, prophezeitenHeil für Jerusalem und bekräftigten dadurch die Frevelthaten derFrevler. Dazu kamen noch rasende Prophetinnen. An den Arm-höhlen trugen sie eine Art Polster und über dem Kopfe einen weitenUeberwurf und gingen so weissagend von Haus zu Haus, verkündetendiesem ein glückliches Leben in der Heimath, einem andern den Untergang
Ezechiel 17, 15. Jeremia 37, 5 fg.Ezechiel 12, 22 fg.
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