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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Jeremia's Reden vor dem Kriege.

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leidliche Ruhe. Aber die auf eine Veränderung der Lage gerechnethatten, waren unzufrieden und ließen Jcremia ihre Enttäuschungentgelten, als wenn sein Einschreiten den Frieden erhalten hätte.Höhnisch fragten sie ihn öfters:Was ist's mit dem Drohworte

Jhwh's?" Mit einem Wortspiel antwortete er ihnen:Das Droh-

wort ist:ich werde euch aufgeben und verstoßenVon denVerbannten in Babylonien wurde ebenfalls gegen Jeremia gewühlt.Einer der dortigen Volksverführer Schemaja, der Nachlemi(o. S. 335), klagte ihn mittelst eines Sendschreibens an, daß erverrätherisch gehandelt habe, indem er die Exulanten ermahnt habe, sichin Babylonien dauernd anzusiedeln. Schemaja machte ferner demPriester zweiter Ordnung Zephanja so. S. 288), dem Aufseher überden Tempel, bittere Vorwürfe, daß er so nachsichtig gegen den Pro-pheten sei; seine Pflicht wäre es gewesen, gegen Jeremia, so wie gegensämmtliche Propheten seiner Gesinnung, die sich wahnsinnig geberdeten,streng zu verfahren, sie in Gewahrsam zu bringen, vielleicht gar zufoltern 2). Die Ränkeschmiede unter den Verbannten wünschten nichtssehnlicher als den Bruch Juda's mit Nebukadnezar und hätten dieStimme verstummen machen mögen, welche auf das Wahnsinnige diesesPlanes laut aufmerksam machte. Und mit den Schwindelköpfen inBabel stimmten aufs schönste die in Jerusalem überein. Die falschenPropheten riefen stets:Ich habe geträumt", und erzählten ihre

Träume einander von dem großen Heil, das Juda bevorstehe, wennes Babel's Joch abzuschütteln wagen werde. In diesem betäubendenLärm wurde Jeremia's Stimme immer weniger vernommen. Erkonnte nur noch in Klagen ausbrechen:Wegen der Propheten ist

mein Herz mir im Innern gebrochen, mein ganzes Wesen löst sichauf, ich bin wie ein Trunkener geworden, wie ein Mann, den derWein gefüllt" b).

Diesen verwirrenden Stimmen von innen, dem Drängen vonaußen, von Aegypten und den Nachbarländern, und dem Ungestüm

U Das. 23, 33 fg. Daß das Wort ntz?, welches das Volk, die Priester undPropheten Jeremia zuriefen, eine ironische Bedeutung haben sollte, folgt ausV. 36: o"n on oros.m. Das Wortspiel in der Antwort liegt in

e-nu 'N'v-i das, nach V. 39, auch zu V. 33 ergänzt werden muß. Man brauchtnicht nach UXX zu der unsinnigen L.-A' rmim. Zuflucht zu nehmen, da 'v: aucheinfach gleichpreisgeben" bedeutet. Möglich, daß die Gegner geflissentlichdas Wort nvLProphezeiung" ausgesprochen haben nvv,Darlehnsschuld"..Dann paßt das Wortspiel 'rnv: noch besser. Sinnlos ist es, das Wort nvv alsHochspruch" zu erklären.

°) Das. 29, 25 sg.

Das. 23, 9 fg.

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