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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Jeremia's Reden vor Ausbruch des Krieges.

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mächtige König Kyaxares von Medien, dessen Tochter Nebukadnezarheimgeführt hatte, gestorben (594 oder 593). Mit seinem NachfolgerAstyages stand der babylonische König nicht mehr auf freundschaft-lichem Fuße. Ja, er fürchtete den Einfall der Meder in sein Landund hat wahrscheinlich die meilenlange Mauer von hundert Fuß Höheund zwanzig Fuß Dicke zwischen dem Euphrat und Tigris, diesogenannte medische Mauer, aufführen lassen, um einen feindlichenAngriff von Medien fernzuhalten ^). Diese verwickelte Lage, in dersich Nebukadnezar im zwölften Jahr seiner Regierung befand, gab denkleinen Königen den Muth zu Jntrignen, den judäischen Verbanntenin Babylonien die Tollkühnheit, von ihrer baldigen Befreiung zu sprechen,und den Machthabern in Jerusalem, welche von allen Vorgängen durcheben diese Verbannten unterrichtet waren, die Zuversicht, das JochBabels zu brechen, und endlich mit den Propheten und Zauberernden Wahnwitz auszurufen:Binnen Kurzem wird die KnechtschaftJuda's aufhören."

Dieser betäubenden Raserei trat Jeremia entgegen, und es gehörtenicht geringer Muth dazu. Seinem prophetischen Geiste war es klar,daß Nebukadnezar berufen sei, seine Siegeslaufbahn unaufhaltsam zudurcheilen und viele Völker seinem Scepter zu unterwerfen. Er warntedaher den König Zedekia, das Volk nnd die Priester, sich nichtschmeichlerischen Täuschungen zu überlassen, sondern sich in die baby-lonische Unterthanenschaft zu fügen, sonst würden sie von dem mächtigenEroberer zermalmt werden. Um seinen Worten Nachdruck zu geben,legte er sich ein Joch von Holz auf den Nacken, begab sich zu denGesandten der fremden Länder und bedeutete ihnen im Namen Gottes:daß er, der die Erde und ihre Fülle geschaffen, sie dem zuwendeu werde,der von ihm berufen sei, und daß er Nebukadnezar kräftigen werde,alle diese Länder sich zu unterwerfen. Sie sollten daher freiwillig ihrenHals unter sein Joch beuge», sonst würden sie durch Krieg, Hungerund Pest heimgesucht werden. Dem judäischen Volke verkündete er mitvoller Zuversicht: weit entfernt, daß sich seine Hoffnung auf Wieder-erstattung der nach Babel geführten Gefäße des Tempels erfüllenwerde, werde es auch die zurückgebliebenen Zierden des Tempels, dieSäulen, das eherne Meer und die Wasserwagen dorthin wandern

Tyrus und die Nachbarländer Juda's, wenn auch nur nominell, zu Babylonien undnicht zu Medien gehört haben muß. fVgl. jetzt Meyer a. a. O. I, S. 560).

M. Dunker (Gesch. des Alterthum's II, S. 470) hat es wahrscheinlichgemacht, dag der Bau der medischen Mauer, welche die Sage der Semiramis,d. h. der Nitokris, Nebukadnezar's Frau, zuschreibt, von Nebukadnezar stammt.fBgl. Meyer a. a. O. I, S. 588 f.)

Graetz, Geschichte der Juden. II. ,.

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