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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Ränke, Zedekia zum Abfall zu bewegen.

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wem das Stichwort ausgegangen ist, aber so wie es ausgegeben war,sprachen die falschen Propheten und die Traumdeuter im Chor wieauf Bestellung auf den Plätzen Jerusalems und des Tempels:Ihrwerdet nicht mehr dem König von Babel unterthänig sein, die heiligenGeräthe aus dem Tempel werden nach Jerusalem zurückwandern" ff.Unter den babylonischen Exulanten griff die Raserei ebenfalls um sich,auch unter ihnen erhoben sich sogenannte Propheten, welche die Rückkehrder Exulanten und Freiheit, Frieden und Glück für Jerusalem ver-kündeten^). Sie thaten dieses gewissermaßen unter den Augen Nebukad-nezar's. Drei solcher Propheten sind namhaft gemacht: Achab, SohnKolaja's, Zedekia, Sohn Maaßeja's und Schemaja, der Nechlami;von den beiden Elfteren erzählte man sich, daß sie mit EheweibernUnzucht getrieben hätten ff. Schemaja war ein Vorläufer jener Geistes-mörder, welche für sich die Redefreiheit in Anspruch nahmen, gegenAndersgesinnte aber so unduldsam waren, daß sie solche durch Kerkerund Tod stumm gemacht wissen wollten ff.

Im vierten Jahre seit der Regierung Zedekia's (593) trafen zugleicher Zeit Gesandte der Länder, welche Zedekia zum Wort- und Treu-bruch gegen Nebukadnezar drängen wollten, in Jerusalem ein, vonEdom, Moab, Ammon, von Tyrus und Sidon; sie boten ihre Rede-künste auf und machten Versprechungen und Pläne, um den wankel-mütigen König zur Entscheidung zu bewegen ff. Juda hätte stolz daraufsein können, daß es so sehr ausgesucht und umworben wurde; es hättesich als Mittelpunkt betrachten könne», von dem aus der Gang der

9 Das. 27, 9. 17. 16.

') Das. 29, 8. 15 fg. Ezech. 13, I fg.

Jeremia 29, 21 fg.

ff Das. 29, 24 fg.

ff Jeremia 27, 1 fg. Die Ueberschrift lautet zwar rwiLL rvL-nie,

allein es muß offenbar dafür i'piL gelesen werden, wie aus v.v. 3. 12. 20 fg.und 28, 1 hervorgeht; vergl. B. I, S. 470 sS. auch v. Orelli u. Duhm z.St). Die Zeit dieser Gesandtschaft ist 28, 1 gegeben; im vierten Jahre Zedekia's.Das. 51, 59 ist zwar angegeben, daß Zedekia selbst in diesem Jahre nach Babelgereist sei; allein es ist an sich undenkbar, daß dieser König die weite Reisegemacht hätte; daher empfiehlt sich die L.-A. derl/XX -Trogkük-ro ^kFkx<o»d. h. 11 M 2 , so daß lediglich Seraja als Gesandter von Zedekia mit

Huldigungsgeschenken nach Babel gereist wäre. Seraja war nämlich nniy itz,nach 4,XX statt iv (woraus die Ausll. einen Reisemarscha ll

gemacht haben). Das Datum der Reise des Seraja wird aber durch die L.-A.der kssolüto zweifelhaft; sie hat dafür nnop in n:v 2 , im elften Jahre desZedekia, d. h. zur Zeit der Verbannung dieses Königs. Dafür spricht auch derInhalt des Briefes, den Jeremia mitgegeben hat, V. 60 fg. (Die genanntenAusleger dagegen meinen, daß Zedekia, eben um sich zu rechtfertigen, gerade indiesem Jahre nach Babel gereist sei).