überlassen zu haben*). Aber auch die Prinzen waren verweichlicht,und pflegten ihre Person, um ihre Schönheit zu erhalten fl. Auchlegten sie mehr Werth ans Prunk und Schaustellung als auf dieLeitung des Gemeinwesens und noch weniger auf Kräftigung desVolkes und Landes.
So waren es denn einzig und allein die judäischen und benja-minitischen Adelsgeschlechter Jerusalems, welche in Wirklichkeit die Machtin Händen hatten. Genannt werden aus der letzten Zeit des judäischenReiches SepH atja, SohnMatthan's, ferner Gedalja, Sohn Paschhur's,Jehukhal, Sohn Schelemja's und endlich Pa sch chur, Sohn Malkija's fl.Zwei andere Fürsten Jaasanjah, Sohn Azur's und Pela tja, SohnBenajahn's, welche sich offen von der ureigenen Gottesverehrung los-gesagt, dem Tempel den Rücken gekehrt und ihre Anbetung nachassyrisch-babylonischer Weise der Sonne zugewendet hatten, gehörtenebenfalls zu den einflußreichen Rathgebern und hatten einen starkenAnhang*).
Diese und Andere gaben in wichtigen Angelegenheiten Anregungund Anstoß. Sie konnten ihr Uebergewicht um so eher geltend machen,als der König Zedekia von einer unköniglichen Schwäche und Matt-herzigkeit beherrscht war und nicht einmal wagte, ihnen zu wider-sprechen^). Er hatte guten Willen, scheint das Götzenthum nicht be-sonders bevorzugt, die sittliche Verwilderung, wenn er Kunde davonhatte, beklagt und den Propheten Gehör geschenkt zu haben. Aber erbesaß nicht die Kraft, dem Adel und seinem Treiben entgegenzutreten.Zedekia mag die Absicht gehabt haben, das seinem Lehnsherrn Nebu-kadnezar gegebene und beschworene Versprechen der Treue zu halten:allein er besaß nicht Willensstärke genug, seinen Entschluß zu behaupten.Hinter seinem Rücken sind Verschwörungspläne geschmiedet worden, die
fl Folgt aus Jer. 2l, 12 fg., 22, 2 fg.; 26, 10 sg. Dabei wird stets n-rgenannt, oder der lAural ein.m gebraucht, ebenso das. 17, 20; 19, 3. 13,trotzdem nur ein König war, darunter sind ohne Zweifel die Prinzen zu ver-stehen. Als solche werden genannt -chu.n p Jeremia 36, 26, unter Jojakim,
-cho.n p unter Zedekia, das. 38, 6. Es scheinen mehrere Gerichtsthrone
zugleich aufgestellt gewesen zu sein, Ps. 122, 5: nmr- nmoo wir' nuv w
.in
fl Klagelieder 4, 7: nn>n kann sich dem Zusammenhänge nach nur aufPrinzen beziehen, vgl. imn v'».
fl Jeremia 38, I; 21, 1, wo .wLfls p fehlt, welcher 37, 3 genanntwird, hier ist aber wieder nn7u p -nenrs ausgelassen.
fl Ezechiel I I, 1. Die das. erwähnten 25 Mann >n n-"- onenn
und deren zwei Führer Jaasanjah und Pelatja, welche ne? genannt weeden,sind dieselben 25 Mann, welche das. 8, 16 als Sonnenanbeter bezeichnet werden.
fl Jeremia 38, 5.