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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Die letzten Könige.

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Denn die Benjaminiten waren meistens Städter, die Judäer dagegengrößtentheils Landbewohner. Die Fürsten Jerusalems waren meistensBenjaminiten i>. Die Hauptstädter, welche durch Vermögen und Adels-abkunft einen hervorragenden Rang einnahmen, besaßen eine gewisseGlätte der Sprache und Feinheit der Bewegung. Sie verstanden es,durch Redegewandtheit, Ueberredung und gewinnende Manieren eben-soviel durchzusetzen wie durch Gewalt; sie verstanden es, die Mengeauf ihre Seite zu ziehen, sich Anhang zu verschaffen und ihre Plänedurchzuführen. Diese Redegewandtheit gab ihnen eine Ueberlegenheitund vermehrte ihr Ansehen und ihre Macht. Sie konnten sich rühmen:Mit unserer Zunge sind wir mächtig, unsere Sprache ist bei uns:wer ist uns Herr?" Diese Sprachglätte und Ueberredungskunsterschien selbstverständlich der ländlichen Einfalt und Biederkeit alsHeuchelei, Gleißnerei und Verlogenheit. Daher die gegenseitige Ab-neigung trotz der Stammesverwandtschaft und staatlichen Zusammen-gehörigkeit.

Die hauptstädtischen Adelsgeschlechter beherrschten nicht nur dasVolk sondern auch den Hof. Die Könige galten wenig, seitdem sie,in Nachahmung der Sitten der Sardanapale in ihren Palästen unterihre Weiber zurückgezogen, die Zeit mit Nichtigkeiten zubrachten. Hierwaren sie unnahbar. Nur die nächsten Verwandten und die vertrautenGünstlinge genossen das Vorrecht, den König besuchen zu dürfen^).

Die Könige umgaben sich mit Verschnittenen und mit schwarzenAethiopiern, welche den Zugang zum Palaste überwachten^). Währenddie Männer des Volkes in Gesittung vorangeschritteu waren und nurmit einer einzigen Frau in der Ehe leben, unterhielten die Königeeinen Harem mit vielen Weibern^). Je mehr sie sich mit Pomp undCeremoniell umgaben und an Befriedigung ihrer Laune in kleinenDingen Genüge fanden, desto weniger waren sie im Stande, ihrenWillen in wichtigen Staatsangelegenheiten geltend zu machen. Diejadäischen Könige scheinen in der letzten Zeit sogar auf das Hoheits-recht der Gerichtsbarkeit verzichtet und sie dem Hofe oder den Prinzen

*) Daher werden Jerem. 34, 19 die rnim 'iv von den >iv unter-schieden.

2) Ps. 12 scheint dein Inhalt und der Sprachfärbung nach der Zeit kurz vordem Exils anzugehören. Parallele dazu bietet Jeremia 9, 2: rm wi-m

.-aivnb ferner 5, 1.

o) Könige II, 25, 19; Jeremia 52, 25: Hirn 'w m-m. Die Zahl schwanktzwischen 5 und 7 solcher Bevorzugten.

Könige II, 23, 11; 24, 15; Jeremia 34, 19; 41, 16; 38. 7 fg.

°) Könige II, 24, 15; Jeremia 38, 22.