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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Land und verwüsteten es hier und da*). Es war das Vorspiel fürdie noch unheilvollere Zeit. In dieser Unsicherheit der Lage starbJojakim (597) und wurde im Grabmal, das Manasse für dieKönige Juda's angelegt hatte, beigesetzt, der letzte König aus demdavidischcn Hause, welcher in der heimathlichen Erde begraben wurde.An seiner Stelle regierte sein achtzehnjähriger Sohn Jojachin (auchJechonja und abgekürzt Khonjahu genannt), oder eigentlich seineMutter Nechuschtha?), Tochter eines Jerusalemers, welche die Zügelder Regierung in Händen hatte. Jojachin beharrte in dem Wahne,Nebukadnezar widerstehen zu können und huldigte ihm nicht. Erbeharrte auch in allen sittlichen und götzendienerischen Gräueln seinesVaters. Aber nur kurze Zeit dauerte Jojachin's und seiner MutterVerblendung. Nebukadnezar war endlich im Stande, ein großes Heervon Tyrus Belagerung loszulösen, um es gegen Aegypten zu führen,welches Feindseligkeit gegen ihn begann. Dieses chaldäische Heerunterwarf mit Leichtigkeit das ganze Land bis zum Strom Aegyptens(Rhinokolura). Auch ganz Juda wurde eingenommen bis auf einigeStädte im Süden, welche sich in Vertheidigungsstand gesetzt hatten.Diejenigen, welche dem Feinde in die Hände fielen, wurden in dieGefangenschaft geführt Nichts desto weniger setzte Jojachin denWiderstand fort, er glaubte hinter Jerusalems starken Mauern sicherzu sein und rechnete bei einer etwaigen Belagerung auf Entsatz vonSeiten Aegyptens. Nebukadnezar sandte daher einige seiner Feldherrn,Jerusalem zu belagern.

Jeremia, welcher vielleicht während Jojakim's letzten Regieruugs-jahren geschwiegen hatte, sprach während dieser Belagerung mit einemFreimuth, der nur begreiflich ist, wenn er dabei auf den Beistandeiniger Fürsten und eines Theils des Volkes zählen konnte. Um seinerRede Nachdruck zu geben, bediente er sich eines bedeutsamen Zeichens.Er hatte einen Leinengürtel, den er lange am Leibe getragen, in eineFelsenspalte in Ephrat (Betlehem) vergraben und nach einiger Zeitwieder von dort geholt, als dieser bereits verwest war. Mit diesem

zerfetzten Gürtel in der Hand trat er unter das Volk und sprach:So werde ich den Stolz Juda's und Jerusalems zerstören" (spricht

>) Könige das. 24, 2. Vgl. darüber Monatsschr. a. a. O. S. 303. Uebrigensmuß statt sin wohl gelesen werden oiin (So auch Klostermann z. St.j. Vgl.Band I, S. 413.

2) Könige das. V. 58. Im Widerspruch mit der Relation hat Chronik II36, 6 die Nachricht, daß Nebukadnezar Jojakim in Gefangenschaft nach Babylongeführt habe. Da aber Ezechiel nur von Jojachin's Gefangenschaft spricht, so istdiese Nachricht wohl nur als Tendenz anzusehen.

") Jeremia 13, 19; vgl. weiter unten.