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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Jeremia und Habakuk.

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düstere Trauer aus. Habakuk's prophetische Reden tragen überhauptdas Gepräge von Trauerpsalmen. Er besaß zwar nicht die Kraftfülleund die Mannigfaltigkeit der jeremianischen Beredtsamkeit, aber seineRedeweise verband mit Gemeinverständlichkeit und Eindringlichkeit auchpoetischen Schwung und beißende Ironie. Auch legte sie mehr Gewichtauf die Form und Kunst, auf die Doppelgliederung der Gedankenreiheund auf strophischen Bau. Als Nebukadnezar mit seinem kriegerischenKernvolke, den Chaldäern, bereits über den Euphrat gesetzt war, umdie Länder zwischen diesem Flusse und dem Mittelmeer, welche Nechoeinige Jahre in Besitz hatte, zu unterwerfen, verkündete Habakuk inForm einer Klage, daß er Juda erreichen, ein Strafgericht über dasselbebringen und die unerträgliche Sündenschuld des Königs und des Volkesrächen werde. Aber er sprach halb verhüllt gegen den König:

Wie lange noch, o Gott, rufe ich, und du vernimmst nicht,

Klage ich dir über Gewalt, und du stehst nicht bei?

Warum lassest du mich Unrecht schauen und Mühsal erblicken,Zerstörung und Gewalt vor mir,

Und es entstand Streit und Hader?

Darum hört Belehrung auf, und das Recht wird niemals vollstreckt.Weil der Frevler umringt den Gerechten,

Darum wird das Recht verdreht.

Sehet euch unter den Völkern um und staunet,

Denn eine That vollbringt er in euren Tagen,

Ihr würdet's nicht glauben, wenn 's erzählt würde.

Denn ich stelle die Chaldäer auf,

Das barsche und rasche Volk,

Das in der Erde weite Räume zieht,

Um sich Städte zu erobern, die nicht sein.

Schrecklich und furchtbar ist es,

Von ihm selbst kommt sein Recht und seine Hoheit.

Schneller als Parder seine RosseUnd schärfer als Wüstenwölfe.

Es breiten sich aus seine Reiter,

Seine Reiter kommen von Ferne,

Fliegen wie der Adler rasch zum Fraß,

Sie alle kommen zur Gewaltthat.

Und es sammelt Gefangene wie Sand.

Es spottet der Könige,

Fürsten sind ihni ein Spiel,

Es spottet jeder Festung,

Häuft Erde auf und nimmt sie ein.

Dann wechselt sein Wollen,

Und es zieht vorüber

Und macht seine Kraft zu seinem Gotte'").

*) Habakuk 1, 111. Ueber die Zeit dieses Propheten vergl. Monatsschriftdas. S. 338 fg. V. 3 ne" pim o'o >.i'i ist dunkel: eben so schwierig ist V. 9

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