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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Durchzug verhindern wollte, dem Lande eine hohe Buße an Gold undSilber aufgelegt (100 Khikhar Silber und 1 Khikhar Gold, beinahe1,000,000 Mark). Im Palast und Tempel gab es damals keinenSchatz. So legte Jojakim jedem Vermögenden einen Beitrag dazunach Maßgabe seines Vermögens auf und ließ die Beiträge durchseine Diener gewaltsam eintreiben Z. Diese Geldstrafe war um sodemüthigender, als sie für ein Zeichen der Unterthänigkeit gelten mußte.Jojakim und das Volk mußten sich diese Demüthigung gefallen lassen.Zu dieser Demüthigung, Verzagtheit, Schwäche und Schmiegsamkeitgegen den Sieger kam noch ein neues Nebel hinzu. Von der religiösenund sittlichen Besserung, die durch Josia eingeführt worden war, hattedas Volk laut Verheißung des aufgefuudenen und vorgelesenen Gesetz-buches glückliche Tage erwartet und hatte gehofft, daß Juda wieder, wiezur Zeit David's und Salomo's, eine hohe Stellung unter den Völkerneinuehmen werde. Nun folgte das gerade Gegentheil. Der Jhwhergebene König war auf dem Schlachtfelde gefallen und sterbend nachder Hauptstadt zurückgebracht worden, aus welcher er mit Siegeszuver-sicht ausgezogen war, die Blüthe des israelitischen Heeres war geknickt.Ein Köuigssohn lag in Fesseln, und das Land war in schmachvolleKnechtschaft gerathen. Welche Enttäuschung! Diese Wendung brachteeine Sinnesänderung hervor, welche einen Rückfall zur Folge hatte.Das Volk und auch die Einsichtigen im Volke begannen an der Machtihres Gottes zu zweifeln, der gewissermaßen seine zugesagte Verheißungnicht erfüllt habe oder nicht erfüllen könne. Sie hegten den Wahn,daß der Götzencultus der Völker, der zu Manasse's Zeit sich so langebehauptet hatte, eher im Stande sein würde, sie glücklich zu machen^).Sie kehrten daher zu den alten Sünden zurück, achteten nicht dasfeierlich eingegangene Bündniß, vom Götzenthum zu lassen, errichtetenwieder Altäre auf jedem hohen Hügel und Anhöhen unter jedem grünenBaume. Wiederum gab es in Juda so viele Götter, als es Städtegab3). Ganz besonders begannen sie der ägyptischen Gottheit Neith,der Himmelskönigin^) zu huldigen, welche am eifrigsten in Sals,

*) Könige das. 23, 33..

2) Folgt aus Jerem. 44, 1718, daß der Wahn bestand, der Götzendienstmache glücklich, der Cultus Jhwh's aber unglücklich. Dasselbe ist auch ausgedrücktin dein scheinbar schwierigen Halbverse, Deuteronom. 29, 18 'ni>n nn nox",

nnr:rn NN ninn Niro .NM' llibv nnn).vni.n.Damit die

Wasserfülle (Glück) tilge den Durst (Mangel)"; mro Infinitiv von nso (nichtvon -io»); Vergl. Ezechiel 8, 12.

-) Jerem. 2, 28. II, 13.

Z Vgl. Frankel-Graetz, Monatsschrift, Jahrg. 1874. S. 349 fg. Aegyptischwurde die Neith bezeichnet als: Kst ur utr mur ub xs r, d. h. die große